Rositz Altlastensanierung am Teerwerk

Rositz: Die Sonne spiegelt sich auf der schwarzen, stinkenden Masse in einem Teersee. (zu dpa «Sanierung in Rositz-Schelditz: Abriss kontaminierter Gebäude beginnt. Foto: dpa
Rositz: Die Sonne spiegelt sich auf der schwarzen, stinkenden Masse in einem Teersee. (zu dpa «Sanierung in Rositz-Schelditz: Abriss kontaminierter Gebäude beginnt. Foto: dpa
Autor: LG | Datum: 18.10.2019
Mit dem Abriss des ersten kontaminierten Gebäudes hat die seit Jahren diskutierte Altlastensanierung im Rositzer Ortsteil Schelditz begonnen. Insgesamt sollen neun Häuser abgerissen und in zwei Gebäuden die Keller verfüllt werden. Außerdem werden eine Straße angehoben, ein Bach umverlegt und eine spezielle Anlage gebaut, die das mit Öl verseuchte Grundwasser reinigt. Die Arbeiten sollen bis 2024 dauern. Dafür stehen 13 Millionen Euro von Bund und Land bereit.

"Wir können nun den nächsten Schritt gehen in einer scheinbar endlos währenden Geschichte", sagte Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne), bevor sie sich selbst in den Bagger setzte, um den Abriss zu starten. Ziel sei es, den Menschen Lebensqualität zurückzugeben. In dem Ort im Altenburger Land drückt mit Schadstoffen verunreinigtes Wasser in etliche Gebäude. Die Stoffe waren einst aus dem örtlichen Teerverarbeitungswerk in den Untergrund gelangt und werden nun durch den Anstieg des Grundwassers nach oben gespült.