Thüringen Aktionsbündnis für lebendige Innenstädte gegründet

Der Erfurter Anger. Foto: pixabay
Der Erfurter Anger. Foto: pixabay
Autor: LG | Datum: 09.06.2021
Endlich wieder durch die Stadt gehen und bummeln - ja, noch mit Maske, aber Schluss mit Online-Shoppen, sondern Klamotten anfassen, durchs Buch blättern oder sich einfach im Geschäft beraten lassen - das geht endlich wieder. 

Vielen kleinen Unternehmen steht das Wasser aber bis zum Hals und damit die Innenstädte nicht völlig aussterben, haben sich verschiedene Partner jetzt im Aktionsbündnis "Innenstädte mit Zukunft" zusammengeschlossen. 

Denn: wir brauchen das Leben in der Stadt, sagt Annette Projahn von der Industrie- und Handelskammer Erfurt: "Wir merken das den Leuten ganz deutlich an, sie wollen wieder in die Geschäfte vor Ort gehen, oder was Essen oder einen Kaffee trinken. Wir müssen jetzt Wege finden, damit die Geschäfte auch nach Ladenschluss lebendig bleiben. In leere Läden könnten zum Beispiel Seniorentreffs oder Kitas, einziehen." 

Denn einfach so weiter, kann es nicht gehen, meint auch Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee: "Die Innenstädte wie in den vergangenen Jahrzehnten wird es so in Zukunft nicht mehr geben. Kleine Geschäfte oder Restaurants können sich so oft nicht mehr halten. Stattdessen sollten Vermieter an Startups, soziokulturelle Zentren oder Handwerker vermieten - für kleines Geld sollten die Räume genutzt werden, statt die Fenster verkleben zu müssen. So können die Innenstädte auch in Zukunft weiter Bestand haben." 

Als zweiten wichtigen Punkt spricht Tiefensee aber auch die Konkurrenz vom Online-Handel an. Viele Städte haben in Corona-Zeiten auf eine Website gesetzt, um ihre Geschäfte vor Ort vorzustellen - teilweise konnte direkt über die Seite bestellt werden. Das könnten alles Wege sein, um die Zukunft der Händler vor Ort zu sichern. 

Die Partner sammeln jetzt verschiedene Ideen, damit unsere Innenstädte in Thüringen auch in Zukunft Lebens- und liebenswert bleiben.