Thüringen 14 Impfzentren nehmen den Betrieb auf

Ministerpräsident Bodo Ramelow bei der Eröffnung des Weimarer Impfzentrums. Bild: dpa
Ministerpräsident Bodo Ramelow bei der Eröffnung des Weimarer Impfzentrums. Bild: dpa
Autor: CL | Datum: 13.01.2021
Es war ein "dramatischer Tag", sagt Ministerpräsident Bodo Ramelow. Thüringen hat am Mittwoch bundesweit die höchste Siebentage-Inzidenz bei den Neuinfektionen aufgewiesen. 324,2 Fälle je 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Es war aber auch der erste Tag "vom Schluss der Pandemie", erklärt Thüringens Regierungschef. Die ersten 14 von insgesamt 29 Impfzentren haben ihren Betrieb aufgenommen. Darunter waren Standorte in Weimar, Eisenach, Jena, Erfurt und Gera.

In dieser Woche sollen in den Impfstellen vorerst rund 3200 Menschen ihre Erstimpfung erhalten. Zunächst wird der Impfstoff des Herstellers Biontech genutzt. Das am Dienstag erstmals angelieferte Präparat der US-Firma Moderna soll erst ab 3. Februar zum Einsatz kommen, wenn die restlichen 15 Zentren ihre Arbeit aufnehmen. In den Krankenhäusern und Pflegeheimen wird bereits seit zwei Wochen geimpft. Insgesamt haben sich bislang 13 000 Thüringer spritzen lassen.

Weitere 40 000 Menschen haben einen Erst- und Folgetermin erhalten, so die Kassenärztliche Vereinigung, die die Impfkampagne mit Ausnahme der Krankenhäuser koordiniert. Bei beiden Impfstoffen sind zwei Einzelimpfungen zur Immunisierung erforderlich. Wegen des knapp bemessenen Impfstoffs werden zunächst nur bestimmte Bevölkerungsgruppen geimpft, darunter Menschen über 80 Jahre.