Verkehrslage in Thüringen etwas entspannt

Winter-Chaos in Thüringen

Auf der A9 ging vergangene Nacht gar nicht mehr. Hunderte Autofahrer standen stundenlang im Stau. Foto: dpa
Auf der A9 ging vergangene Nacht gar nicht mehr. Hunderte Autofahrer standen stundenlang im Stau. Foto: dpa
Autor: JM | Datum: 11.01.2019
Monsterstau auf der A9, Streckensperrungen bei der Bahn, unzählige Unfälle und Feuerwehreinsätze und noch immer schneit es weiter! Was viele stört, freut die Wintersportler in Oberhof: Dort hat der Biathlon-Weltcup begonnen. Schnee in Thüringen - ein Überblick!

+++++ Alle News zur Verkehrs- und Wetterlage in Thüringen gibt's hier! +++++

 

Freitag (11.1. )

Update 15.40: Friedhöfe und Sportanlagen in Gera gesperrt

Friedhöfe und Sportanlagen in Gera sind wegen des Schnees gesperrt. Stadtverwaltung Gera Alle Geraer Friedhöfe bleiben über das Wochenende bis Montagvormittag (14. Januar) geschlossen. Nach Einschätzung des Fachdienstes Stadtgrün der Stadtverwaltung verschärfte sich die Lage besonders auf dem Ostfriedhof: Die Bäume konnten die Schneelasten nicht unbeschadet tragen, viele Bäume stehen schief, Äste brachen ab und sie versperren Wege. Die Baumpfleger beräumen bereits auf dem Südfriedhof die niederliegenden Äste. Ab Montag stehen auch der Untermhäuser Friedhof und der Ostfriedhof in der Beräumungsplanung. Ähnlich bei den Sportanlagen: Nur die Sporthalle „Ostvorstädtische Sporthalle" – die "Ossel" in Gera ist seit heute wieder geöffnet.

Update 13.30 Uhr: Schulbusunfall bei Ilmenau

Auf der A71 - zwischen Ilmenau-Ost und dem Tunnel Behringen - hat es einen Schulbusunfall gegeben. Der mit 23 Kindern besetzte Bus war in Richtung Sangerhausen unterwegs - und fuhr auf ein Auto auf, so die Polizei. Verletzt wurde niemand. Im Moment laufen die Bergungsarbeiten. Die Kinder werden in einem Ersatzbus nach Sömmerda gefahren.

Stau gibt es aktuell auch auf der A4 - in Richtung Dresden. Hier verunfallten zwei Autos und ein Kleintransporter. Weil Betriebsstoffe ausgelaufen sind, muss die Fahrbahn gereingt werden. Auch die Bergung der Fahrzeuge läuft.

Die Fotos unsere Hörer:

Update 11.30 Uhr: Bundeswehr-Lkw wird geborgen

Nach dem Unfall eines Bundeswehr-Lkw auf der A9 bei Schleiz läuft die Bergung. Der Verkehr wird zweispurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Es gibt keinen Stau, erklärte die Autobahnpolizei. Der Transporter war heute früh ins Schleudern geraten und hatte sich dann auf der Mittelleitplanke verkeilt.

Update 10 Uhr: Es hakt erneut auf Thüringens Straßen

Zwischen Bad Lobenstein und Schleiz ist ein Bundeswehr-Laster in die Mittelleitplanke gekracht. Verletzt wurde niemand - aber die Bergungsarbeiten könnten sich noch hinziehen. Auch weil die Bundeswehr die Bergung selbst durchführt, wie uns ein Polizeisprecher sagte. Seit Mittwochabend hängt es immer wieder auf der A9 zwischen dem Hermsdorfer Kreuz und Bayern. Insgesamt hat die Thüringer Polizei aber mittlerweile weniger zu tun wegen des Wetters. Der Deutsche Wetterdienst warnt weiter vor Eis und Schnee.

Update 8.15 Uhr: Verkehrslage in Thüringen entspannter

Trotz weiteren Schneefalls hat sich die Verkehrslage in Thüringen etwas entspannt. Der - erneute - teilweise bis zu 30 Kilometer lange Stau auf der A9 in Ostthüringen hatte sich gestern am späten Nachmittag aufgelöst.
Und auch von der Bahn liegen aktuell keine Störungsmeldungen für den Freistaat vor. Der Deutsche Wetterdienst warnt weiter vor Schneefall und überfrierender Nässe. 

In den Alpen bleibt die Lage weiter angespannt. In vier bayerischen Landkreisen gilt inzwischen der Katastrophenfall. Am meisten Sorgen bereiten die Schneelasten auf den Dächern. Bei München wurde ein neunjähriger Junge von einem umstürzenden Baum erschlagen. In der Schweiz krachte eine Lawine in ein Hotel und verletzte mehrere Menschen.

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Donnerstag (10.1.)

Update 19 Uhr: Harzer Schmalspurbahn in Wenigerode vom Schnee befreit

Die Bergung der Harzer Schmalspurbahn hat mehrere Tage gedauert. Foto: dpa

Die Dampflok und ein verbliebener Waggon konnten nach drei Tagen aus den Schneemassen ausgebuddelt werden, wie HSB-Sprecher Dirk Bahnsen am Abend sagte. Der Wagen wurde am Nachmittag ins Tal gezogen, die Lok sollte im Laufe des Abends von einer anderen Zugmaschine ins Schlepptau genommen und in Schrittgeschwindigkeit weggezogen werden.

Der Zug hatte sich am Dienstag kurz vor dem Brocken-Bahnhof in einer Schneewehe festgefahren. Dutzende Fahrgäste mussten stundenlang ausharren. Am Mittwoch wurden bei starkem Wind und Schneefall bereits zwei der drei bis zum Dach eingeschneiten Waggons ausgegraben.

Update 16.10: Sperrung A9 ist aufgehoben

Auf den Straßen beruhigt sich die Lange aktuell langsam. Die Sperrung der A9 Richtung Berlin wurde am Nachmittag wieder aufgehoben. Der Verkehr rollt wieder an, so die Autobahnpolizei. Sie mahnt aber auch weiter zur Vorsicht. Es kann immer wieder glatt werden.

Nach dem 50-Kilometer-Megastau bis in den Morgen hatte sich ein neuer - zeitweise über 30 Kilometer langer - Stau gebildet. Abschnittsweise wurden feststeckende Lkw angezogen und die Straße vom Schnee befreit. Laut Polizei konnten sich selbst allradbetriebene Lastwagen des Technischen Hilfswerks wegen der Glätte nur mühsam auf der Autobahn Richtung Berlin fortbewegen.

Update: 15.30 Uhr: IC musste umgeleitet werden

Im Regionalverkehr der Bahn ging auf einigen Strecken über Stunden gar nichts. So etwa auf der Mitte-Deutschland-Verbindung. Zwischen Gera und Jena-Göschwitz lagen Bäume auf den Gleisen. Nach Angaben der Erfurter Bahn musste auch die Trasse zwischen Zeulenroda-Triebes (Landkreis Greiz) und Hof zeitweise gesperrt werden. Und auch auf der Strecke eines Intercity-Zuges zwischen Düsseldorf und Gera gab es Verspätungen. Der IC musste laut einer Bahn-Sprecherin umgeleitet werden.

Vor allem im Osten Thüringens rückten Feuerwehrleute heute immer wieder aus, um Straßen von umgestürzten Bäumen zu befreien. Im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt blockierten Bäume eine Fahrbahn bei Leutenberg. Auch auf der Bundesstraße 85 bei Kaulsdorf musste ein Baum von der Straße geräum werden.

Update 13 Uhr: 30 Kilometer Stau auf der A9

Zwischen Naila/Selbitz und Schleiz auf der A9 in Richtung Berlin geht es derzeit gar nicht oder nur sehr langsam vorwärts. Schnee und Glätte machen den Autofahrern zu schaffen. Ronny Schubert von der Freiwilligen Feuerwehr in Schleiz "Der Stau-Brennpunkt zwischen Dittersdorf und Schleiz ist jetzt beseitigt, der Stau ist aufgelöst." Doch von einer Beruhigung der Lage kann keine Rede sein. Inzwischen sind die Einsatzkräfte unterwegs bei Schleiz und Bad Lobenstein in Richtung Berlin beim nächsten Stau, der bald die Landesgrenze nach Bayern erreicht hat. "THW Feuerwehr schleppen liegen gebliebene Fahrzeuge ab. Winterdienste helfen uns beim Straßenstreuen. Es geht aber nur schrittweise voran. In der Minute schaffen wir es, etwa 20 Fahrzeuge zu bewegen." Und was rät der Feuerwehrmann den Fahrern im Stau?

"Ruhe und Geduld bewahren und auf die Einsatzkräfte hören! 

Bitte die linke Fahrspur räumen!"

Zudem bitten die Einsatzkräfte, eine Gasse für Räum- und Streufahrzeuge frei halten. Außerdem wird Lkws empfohlen, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Dagegen sollten alle Pkw-Fahrer auf der Autobahn bleiben, da sämtliche Nebenstrecken überlastet sind. 

Update 9.45 Uhr: Monsterstau auf A9 noch immer nicht aufgelöst 

Der zeitweise rund 50 Kilometer langer Stau auf der Autobahn 9 bei Hermsdorf ist auch am Donnerstagmorgen noch nicht vollständig aufgelöst. Die Fahrer Dutzender Lastwagen mussten die Nacht zu Donnerstag in ihren Fahrzeugen auf der Autobahn verbringen, wie eine Sprecherin der Thüringer Autobahnpolizei sagte. Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks und des Deutschen Roten Kreuzes verteilten warme Decken und heiße Getränke. Der Stau habe sich am Donnerstag auch deshalb nur zögerlich aufgelöst, weil viele Fahrer erst hätten geweckt werden müssen, sagte die Sprecherin.

Die aktuellen Verkehrsmeldungen finden Sie hier!

Zu den Verkehrsbehinderungen auf der A9 war es am Mittwoch gekommen, weil Dutzende Lastwagen an einer Steigung ins Rutschen geraten waren und danach quer standen. Nach Angaben der Polizei staute sich der Verkehr auf der A9 vorübergehend von der bayerisch-thüringischen
Landesgrenze in Richtung Berlin bis südlich von Hermsdorf. Auch in der Gegenrichtung ging in der Nacht zeitweise nichts mehr. Bis
Donnerstagmorgen rollte der Verkehr in Richtung München aber wieder, wie die Sprecherin sagte.

Unser Hörer Marcel schrieb uns zum Monsterstau auf der A9: 

Update 8 Uhr: 

Der Schnee hat Thüringen weiter fest im Griff. Auf der A9 stecken viele Fahrer - zwischen Hermsdorfer Kreuz und bayerischer Landesgrenze - schon seit gestern Abend fest. Ganz langsam löst sich der Stau jetzt nach und nach auf. In Richtung Süden rollen die meisten Fahrzeuge wieder. Richtung Norden staut es sich noch zwischen Bad Lobenstein und Dittersdorf. Polizei und Feuerwehr sind unterwegs, um eingeschlafene Lkw-Fahrer zu wecken. Dutzende Lkw warenauf der A9 auf schneeglatter Fahrbahn liegengeblieben. 

Bahn sperrt Strecken in Thüringen

Aber nicht nur auf Autobahnen und anderen Straßen gibt es Probleme. Auch der Regionalverkehr der Bahn wird vom Schnee ausgebremst. Die Strecken von Glauchau über Gera, Jena, Erfurt, Gotha, Leinefelde nach Göttingen ist gesperrt. Auch von Altenburg nach Gera rollen gerade keine Regionalzüge. Ein Busnotverkehr ist laut Bahn wegen der Straßenverhältnisse nicht möglich. Die Zugstrecke zwischen Suhl und Plaue ist nach Angaben der Deutschen Bahn wieder frei. Bäume waren auf die Gleise gestürzt. Im Saale-Holzland-Kreis fallen wegen des Schnees auch Busse aus. Einige kleinere Orte werden aktuell nicht angefahren.

Hier zu den aktuellen Verkehrsmeldungen der Bahn: Streckensperrung und Verspätungen

Das schrieben uns Hörer auf Facebook:

Update 7 Uhr: 

Die Feuerwehr in Sankt Gangloff musste heute 05:31 Uhr von der Leitstelle Jena alarmieren. Bäume waren unter der Schneelast zusammen gebrochen und versperren einen Zufahrtsweg in Sankt Gangloff. Die Fahrbahn wurde geräumt und gegen 06:43 Uhr konnte Einsatzende gemeldet werden.

Foto: Feuerwehr St. Gangloff

Foto: Feuerwehr St. Gangloff

 

 

 

 

 

 

Mitttwoch, 9.1. 2019: Neuschnee bis ins Thüringer Flachland 

Update 20 Uhr: Biathlon-Weltcup in Oberhof ist eröffnet 

Was Autofahrer sehr zu schaffen macht, freut Wintersportler umso mehr. In Oberhof ist der Biathlon-Weltcup feierlich eröffnet worden. ANTENNE THÜRINGEN-Moderator Adi Rückewold war auf der Bühne mit den wintersportlern aus aller Welt dabei. Herausragende Stimmung sowohl bei den Zuschauern, die zu Hunderten in den Schnee gekommen waren und den Athleten auf der Bühne. Hier unser Video:

 

Update 17 Uhr: 

Wegen Glätte gegen Baum geprallt...
.... ist ein 57-Jähriger mit seinem Ford in Dienstedt (Ilm-Kreis). Er war in Richtung Ellichleben unterwegs. Der Pkw kam ins Schleudern, drehte sich, kam von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Der Fahrer wurde zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht, blieb jedoch unverletzt. Der Ford musste abgeschleppt werden, der Schaden wird auf 5.000 Euro geschätzt. 

In den Gegenverkehr gerutscht...
... ist eine 28-Jährige in Crawinkel (Landkreis Gotha) mit ihrem VW. Sie fuhr den Friedrichsanfang entlang und rutschte wegen Straßenglätte auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit dem VW eines 35-Jährigen. Beide Fahrzeugführer wurden leicht verletzt und vor Ort durch den Rettungsdienst behandelt. Ein Fahrzeug musste abgeschleppt werden.

Update 15 Uhr: 

In einer Linkskurve ins Schleudern...
... kam am Nachmittag ein Skoda-Fahrer in Friedrichroda (Landkreis Gotha) auf der Schmalkalder Straße in Richtung Heuberg. In einer Linkskurve kam er ins Schleudern und kollidierte mit einem entgegenkommenden Seat. Der Skoda-Fahrer wurde leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.

Update 12 Uhr: 

In Gera wurde der Ostfriedhof aus Sicherheitsgründen gesperrt, weil Äste von Bäumen auf dem Gelände unter der Schneelast zu brechen drohten, wie die Stadt mitteilte. Viele Städte in Thüringen raten zudem von Wald- oder Sparkspaziergängen ab. Durch Schneelast und stürmische Böen können leicht Äste brechen oder Bäume umkippen. 

Update: 7 Uhr 

Schnee und Glatteis sorgen seit dem Morgen für reihenweise Unfälle und gesperrrte Straßen. Vor allem in Süd- und Ostthüringen mussten Polizei und Feuerwehr immer wieder ausrücken, weil Autos in Leitplanken oder Gräben gerutscht waren. Umgekippte Bäume mussten von Straßen geräumt werden.

Auch auf den Autobahnen im Freistaat hat es immer wieder gekracht. So ist auf der A4 bei Stadtroda etwa ein Transporter in die Betomauer gerutscht und umgekippt. Auf der A9 bei Triptis landete ein Auto auf dem Dach. Während der Bergung staute sich der Verkehr. Schon vorher war auf der A9 bei Lederhose ein Transporter in den Graben gekippt. Fünf Menschen kamen zur Untersuchung ins Krankenhaus. Vor allem in den Höhenlagen hängen immer wieder Lkw fest und blockieren Straßen.

Im Saale-Holzland-Kreis verunglückte schon heute früh der Fahrer eines Räumfahrzeugs. Der Schneepflug stürzte bei Gumperda einen Abhang hinunter. Der Fahrer war betrunken und kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Ein Atemalkoholtest ergab laut Polizei 2,3 Promille. In Arnsgereuth im Saale-Holzland-Kreis krachte ein Auto in einen Zaun. In Neuhaus am Rennweg im Kreis Sonneberg musste ein Transporter aus dem Graben gezogen werden.

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