Jens Mays Gartentipp

Winterdunkelheit stresst Zimmerpflanzen

Foto: pixabay
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Autor: p | Datum: 08.11.2019
Ihren Zimmerpflanzen fehlt es in letzter Zeit an Lebensenergie? Woran das liegt und was Sie dagegen tun können, verrät Ihnen Gartenexperte Jens May!

Das Gartenjahr verabschiedet sich so langsam in die Winterpause. Werfen wir deswegen mal einen Blick auf Ihre Zimmerpflanzen. In letzter Zeit bekomme ich vermehrt Anfragen wie: Warum mickern meine Grünlilien? Wieso wird die Monstera gakelig und das Einblatt faulig?                               Von Yukka und Ficus, die ihre Blätter abwerfen, ganz zu schweigen.

Was ist all der Grund dafür?

Die Antwort ist, dass die meisten Zimmerpflanzen in dieser Jahreszeit besonders gestresst sind, weil ihnen Licht fehlt. Die Tage sind kürzer und die wenigen Sonnenstrahlen, die es überhaupt ins Zimmer schaffen, geben ihnen nicht genügend Kraft. Was früher mit den eingebauten Scheiben nicht so gravierend war, ist heute mit Energiesparfenstern richtig dramatisch geworden - teilweise durch die Dreifach-Verglasung. Die haben zwar einen hohen Isolationswert, aber das Licht, das noch reinkommt liefert nicht mehr genügend lebenswichtige Spektralfarben für die Pflanzen. Die Fenster lassen einfach zu wenig durch. Besondes der Anteil im blauen und roten Bereich wird extrem behindert. Der Blauanteil wird für das Pflanzenwachstum benötigt, während der rote Anteil für das Blühen der Zimmerpflanzen unabdingbar ist.

Dieses Problem ist auch unter anderem dafür verantwortlich, dass sie in der dunkleren Jahreszeit anfälliger für Krankheiten und Schädlinge werden.
Schauen Sie deshalb, ob Sie Ihre Zimmerpflanzen nicht noch etwas näher an die Fenster heranstellen, denn jeder Zentimeter macht einen Unterschied!
Ideal wäre auch, wenn Sie das mickernde Grün in helle, vielleicht sogar nach Süden ausgerichtete Räume umparken - den Pflanzen hilft das jedenfalls. Probieren Sie es aus! Bei mir hat das Umräumen sehr geholfen.

 Den grünen Daumen haben Sie - Sie müssen ihn nur benutzen!

Viel Erfolg, Ihr Jens May

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