Jens May Gartentipp

Küsschen unterm Mistelzweig!

Mistelzweig, Quelle: Pixabay
Mistelzweig, Quelle: Pixabay
Autor: SM | Datum: 29.11.2019
Misteln selbst ernten - erlaubt oder nicht? Wir lassen es jetzt knutschen und blühen!

Kann man sich die bis zu 15 Euro für einen Mistelzweig sparen und sie sich selbst aus den Bäumen schneiden? Aber klar kann man das!

Wo findet man Misteln?

Misteln sind Schmarotzerpflanzen auf Bäumen, die von den Bäumen leben und sie regelrecht aussaugen. Sie können bei starkem Befall sogar bedrohlich für den Baum werden! Diese grünlich-gelben Kugeln sieht man jetzt in den nackten Baumkronen besonders gut. Pappel, Linde, Apfelbaum, Birne, Weide - Misteln sind nicht wählerisch!

Bedeutung der Mistel

Früher hing man Mistelzweige zum Schutz vor bösen Geistern an Hauswände. Die alten Druiden haben Misteln mit einer goldenen Sichel geernet. Die Sicheln durften dabei niemals den Boden berühren. Heute ist die Mistel teurer Weihnachtsschmuck.

Dürfen Sie selbst Misteln abmachen?

Ja, sie stehen nicht unter Naturschutz. Aber Sie dürfen es nur, wenn es zum privaten Gebrauch ist und der Baum dabei nicht beschädigt wird! Ist es ein Privatgrundstück, dann brauchen Sie die Erlaubnis des Eigentümers. Misteln ernten geht und tut dem Baum gut, denn der Mistelbefall wird deutschlandweit immer schlimmer. Damit also: Küsschen frei!

 Lassen Sie es blühen, lassen Sie sich küssen - den grünen Daumen haben Sie - Sie müssen ihn nur benutzen!

Viel Erfolg, Ihr Jens May

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