Pflichten für Arbeitgeber

Hitze auf Arbeit

Ab wann ist die Hitze im Büro unzumutbar? / Symbolfoto pixabay
Ab wann ist die Hitze im Büro unzumutbar? / Symbolfoto pixabay
Autor: CL | Datum: 24.06.2019
Stickige Luft im Büro, in der Werkstatt, in der Halle - ab 26 Grad muss der Chef handeln.

Die erste Hitzewelle des Jahres 2019 macht sich auch auf Arbeit bemerkbar. Zwar gibt es kein Hitzefrei oder verkürzte Stunden wie in der Schule, dafür aber ein paar Hilfen, um den Arbeitsalltag im Sommer etwas zu erleichtern. Hier nimmt der Gesetzgeber Vorgesetzte in die Pflicht.

Ab 26 Grad

Seit 2011 ist in der Arbeitstättenregelung festgeschrieben, ab wann Chefs handeln müssen. So ist es bei einer Raumtemperatur von 26 Grad Pflicht, die schwitzenden Kollegen unmittelbar durch Jalousien oder Markisen vor der prallen Sonne zu schützen. 

Ab 30 Grad

Hier sollte ein Mitarbeiter oder Hausmeister gegebenenfalls schon am frühen Morgen durchlüften, damit sich die angestaute Hitze vom Vortag verziehen kann. Wichtiger ist es, dass nicht gebrauchte elektronische Geräte bei dieser Temperatur ausgeschaltet werden. Außerdem sollte Arbeitgeber bei Raumtemperaturen jenseits der 30 Grad Abkühlungen bereitstellen - etwa gekühltes Wasser oder auch Eis. Dazu sollten die Bekleidungsvorschriften in manchen Branchen gelockert werden. Grundsätzlich gilt allerdings, dass technische und organisatorische Maßnahmen zur Hitzereduktion Vorrang haben. Erst wenn diese ausgeschöpft sind, greifen personenbezogene Maßnahmen.

Ab 35 Grad

Hier sieht die Arbeitsstättenregelung teilweise kuriose Maßnahmen vor. So sollten bei dieser Hitze Luftduschen oder Wasserschleier integriert werden, um für regelmäßige Abkühlung zu sorgen. Alternativ empfiehlt die Regelung Arbeitsschutzkleidung, da ein Arbeitsplatz sonst bei solchen Temperaturen zumutbar ist. 

Am Ende geht jeder Arbeitnehmer anders mit Hitze um. Wer kurz vor einem Kreislaufkollaps steht, sollte trotzdem nicht ungefragt nach Hause gehen. Ohne vorherige Absprache mit dem Chef droht auch bei Hitze eine fristlose Kündigung.

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