Jens Mays Gartentipp

Giftig, aber schön: Christrosen

So schön und so giftig: Christrosen. Foto: Pixabay
So schön und so giftig: Christrosen. Foto: Pixabay
Um ein schönes, aber gefährliches altes Hexenkraut geht es diesmal in Jens Mays Gartentipp.

Wir haben Juni! Das heißt, die meisten Frühblüher wie Krokus, Schneeglöckchen und Co. haben ihre Kraft von den Blättern in die Zwiebeln gezogen. Hier kann also das Kraut aus dem Beet entfernt werden und damit auch gleich das ganze Unkraut, was sich dazwischen breit gemacht hat! Alles ab auf den Kompost - das verrottet schnell!

Thema Christrosen: Das sind die, die es immer um Weihnachten rum zu kaufen gibt mit den meist weißen Blüten und den dunkelgrünen gefingerten Blättern.
Die setzen genau wie die Lenzrosen jetzt großzügig Samen an! Wollen Sie statt viel Nachwuchs herum lieber die kräftigen Einzelpflanzen? Dann schneiden Sie die Blütenstände vorsichtig komplett raus, denn die richtigen Blätter sind schon nachgetrieben! Damit spart die Pflanze enorme Energie bei der Samenreife. Die wird dann ins Wachstum gesteckt! Ergebnis: kräftige, große, robuste Christrosen und Lenzrosen im Garten und eine noch fülligere Blüte im nächsten Jahr!

Eins noch: Arbeiten Sie bei Christ- und Lenzrosen immer mit Handschuhen. Sie sind sehr giftig und allein der Hautkontakt mit dem Pflanzensaft reicht schon aus, um Übelkeit und Schwindel hervorzurufen. Und noch eins: Bitte nicht an den Blüten in der nächsten Saison riechen - das verursacht Niesanfälle! Deshalb heißen Christ- und Lenzrosen auch Nieswurz! Ein altes Hexenkraut!

 Ich wünsche Ihnen in Ihrem Garten oder auf dem Balkon.
Den grünen Daumen haben Sie, Sie müssen ihn nur benutzen!  Ihr Jens May

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