Willkommen im Wespen-Sommer!

Wespen-Wahnsinn: So hält man sie fern!

Sie mögen Trockenheit und Wärme: 2018 ist ein Wespenjahr. Foto: Pixabay
Sie mögen Trockenheit und Wärme: 2018 ist ein Wespenjahr. Foto: Pixabay
Autor: JM | Datum: 14.08.2018
2018 ist ein Wespen-Jahr! Wer Kuchen, Eis oder Bratwurst auspackt, wird derzeit sofort von Wespen umschwärmt. Hier unsere Tipps, wie man am besten mit den Insekten umgeht!

Hitze und Dürre: Was Feldern und Bäumen schadet, ist für die schwarz-gelben Insekten genau richtig. Gute Bedingungen für eine ergiebige Fortpflanzung! Im August und September erreichen Wespen in ihren Nestern zudem die maximale Anzahl von bis zu 12.000 Insekten – und alle sind hungrig! Aus diesem Grund konkurrieren aktuell besonders viele Plagegeister um unser süßes und herzhaftes Essen. Wer auf Wespen pustet oder hektisch nach ihnen schlägt, macht sie aggressiv und riskiert einen Angriff. 

Hier unsere Tipps, wie man am besten mit Wespen umgeht:

  • Anstatt die Tiere mit schnellen Bewegungen wegzuschlagen, sie besser mit Zeitung oder Hand wegschieben.
  • Wasser hilft auch: Mit einer Sprühflasche Wespen einnebeln. Sie gehen dann davon aus, dass es regnet und fliegen in ihr Nest. Sprühen sie allerdings zu viel, kann die Wespe nicht mehr fliegen und landet, bis ihre Flügel getrocknet sind.

Diese vielerorts bekannten Tricks helfen eher nicht gegen Wespen:

  • Wespen mögen keinen Rauch. Doch um sie dauerhaft fern zu halten, braucht man große Mengen davon. Weihrauch, Räucherstäbchen oder Rauch vom Grill hält sie vielleicht auf Abstand. Angezündeter Kaffee auf einem Metallblech eher nicht. Auch den Duft von Lavendel, Basilikum und Knoblauch mögen Wespen nicht und meiden es. Um sie weiträumig auf Abstand zu halten, reicht das jedoch nicht.
  • Eine braune, zerknüllte Papiertüte, die ein Wespennest simulieren soll, hilft ebenfalls nicht. Sie riecht nicht wie ein Nest, daher ignorieren die Insekten diesen Versuch, sie auf Abstand zu halten.

Um zu verhindern, dass Wespen überhaupt erst kommen:

  • Süße und Fleischhaltige Lebensmittel abdecken und wegräumen, wenn man fertig ist.
  • Stark riechende Deos oder Cremes meiden. Wespen mögen zudem bunte Kleidung, Tischdecken, Servietten etc.
  • Wespen fressen gern Blattläuse. Wenn sie auf dem Balkon oder im Garten welche haben, bekämpfen sie sie.
  • Vögel sind die natürlichen Feinde von Wespen. Gestalten Sie ihren Garten vogelfreundlich, dann gibt's weniger Wespen.
  • Nach dem Essen Kindern Mund und Hände abwischen.
  • Eine Ablenkfütterung hilft auch: Halbierte Weintraube oder Fleisch in einige Meter Entfernung vom eigenen Picknickplatz platzieren.

Wie verhält man sich, wenn man gestochen wird?

  • Gegen Schmerzen und Schwellungen hilft Kühlen. Auch rohe, halbierte Zwiebeln auf dem Stich helfen – zusätzlich wirken sie antibakteriell.
  • Wenn die Wespe in Hals oder Rachen gestochen hat, am besten schnell zum Arzt. Der Stich kann anschwellen und Atemnot verursachen.
  • Lebensgefahr besteht, wenn jemand gestochen wird, der allergisch ist. Treten Schwindel, Atemnot oder Übelkeit auf, sofort den Notarzt rufen.

Was ist zu tun bei Wespen-Nestern?

  • Entfernen Sie nicht einfach so Wespennester! Das kann erstens gefährlich werden, denn Wespen verteidigen ihr Zuhause.
  • Alle wild lebenden Tiere dürfen ohne triftigen Grund nicht gefangen, verletzt oder getötet werden. Auch Wespennester dürfen nicht beschädigt oder zerstört werden. Andernfalls muss man Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro rechnen.
  • Befindet sich das Wespennest tatsächlich an einer Stelle, wo unmittelbar Menschen gefährdet werden, also nahe Kindergärten oder Schwimmbädern? Dann am besten die Feuerwehr oder die Untere Naturschutzbehörde zum Beispiel im Landratsamt anrufen. Die Experten dort wissen dann, was im Einzelfall zu tun ist.
  • Wer im Spätsommer ein Wespennest entdeckt, kann gelassen bleiben. Wespenvölker sterben am Ende des Sommers, nur ihre Königin überlebt.

 Was geht - was nicht? Rechtsanwalt Kay Rodegra im Interview:

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