Kommunalwahlen 2018

Stichwahl in fast allen kreisfreien Städten

Symbolfoto Pixabay
Symbolfoto Pixabay
Autor: MD | Datum: 16.04.2018
Erfurt, Jena, Gera, Suhl, Eisenach - in fünf kreisfreien Städten in Thüringen entscheidet sich erst in zwei Wochen, wer neuer Oberbürgermeister wird. Es geht in die Stichwahl.

Oberbürgermeisterwahl in den kreisfreien Städten

Nur in Weimar steht schon fest, wer neuer Oberbürgermeister wird. Amtsinhaber Stefan Wolf (SPD) wurde überraschend deutlich abgewählt. Der von CDU und Weimarwerk unterstützte Kandidat Peter Kleine setzte sich mit 60,3 Prozent durch und übernimmt im Juli den Chefsessel im Weimarer Rathaus.

In Erfurt muss Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) gegen CDU-Herausforderin Marion Walsmann in die Stichwahl. Bausewein erreichte bei der Kommunalwahl im Feld der acht Kandidaten 30,4 Prozent, die ehemalige Ministerin und Landtagsabgeordnete Walsmann 21,9. Auf Platz drei landete laut Zahlen des Statistischen Landesamtes Stefan Möller von der AfD. Er liegt mit 14,4 Prozent vor der Linke-Landtagsabgeordneten Karola Stange, die 11,1 Prozent erreichte.

Geras Oberbürgermeisterin Viola Hahn hat ihr Amt im ersten Wahldurchgang verloren. Mit 20,6 Prozent kam die von der CDU unterstützte Amtsinhaberin nur auf Platz drei. Sie lag 0,7 Prozentpunkte hinter dem AfD-Kandidaten Dieter Laudenbach (21,3 Prozent). Das beste Ergebnis erreichte der parteilose Julian Vonarb mit 23,5 Prozent, der damit am 29. April zusammen mit Laudenbach in die Stichwahl geht.

In Jena hatte bei der Abstimmung der FDP-Kandidat Thomas Nitzsche die Nase vorn. Mit 26,9 Prozent liegt er vor Amtsinhaber Albrecht Schröter, der auf 24,5 Prozent der Stimmen kommt. Im thüringenweit größten Kandidatenfeld mit insgesamt neun Bewerbern erzielte Benjamin Koppe (CDU) mit 14,1 Prozent das drittbeste Ergebnis.

Die bisher einzige Linke-Oberbürgermeisterin, Katja Wolf, muss gegen ihren SPD-Herausforderer Michael Klostermann um das Amt ringen. Die Eisenacher Rathauschefin erhielt 47,4 Prozent der Stimmen. Klostermann erzielte 19,3 Prozent.

In Suhl muss Jens Triebel (42,5 Prozent) am 29. April in die Stichwahl gegen den CDU-Kandidaten André Knapp (37,9 Prozent).

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Fast alle Landräte haben sich bei der Thüringer Kommunalwahl schon im ersten Wahlgang durchgesetzt

Werner Henning (CDU) bleibt mit über 82 Prozent klar Chef im Eichsfeldkreis. Reinhard Krebs (CDU) wird im Wartburgkreis mit gut 71 Prozent im Amt bestätigt. Harald Zanker (SPD) bekommt im Unstrut-Hainich-Kreis in fast 57 Prozent der Stimmen. Und auch Antje Hochwind (SPD) mit 57,3 Prozent im Kyffhäuserkreis muss nicht in die Stichwahl.

Außerdem im ersten Wahlgang durch: Thomas Müller (CDU) im Kreis Hildburghausen mit 61,2 Prozent und Petra Enders (Linke) im Ilm-Kreis 53,6 Prozent. Direkt wiedergewählt wurde Martina Schweinsburg (CDU), die auch Präsidentin des Landkreistages ist. Sie erhielt im Kreis Greiz 65,9 Prozent.

Der Kreis Weimarer Land wird künftig von CDU-Kandidatin Christiane Schmidt-Rose regiert, und der Saale-Holzland-Kreis von Andreas Heller (ebenfalls CDU). Harald Henning (CDU) im Kreis Sömmerda erzielte 97,8 Prozent, hatte aber keine Gegenkandidaten.

Im Altenburger Land muss Michaele Sojka von der Linken um ihren Posten bangen. Sie kam auf knapp 27 Prozent und muss nun nocheinmal antreten, gegen Uwe Melzer von der CDU. Auch im Landkreis Gotha müssen die Wähler noch einmal wählen. Onno Eckert von der SPD tritt in zwei Wochen gegen Holger Kruse von der CDU an.

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