4 sind sehr gut und kosten wenig

Sonnencremes für Kinder

Sonnenmilch für Kinder - auch für die ganze Familie zu empfehlen. Foto pixabay
Sonnenmilch für Kinder - auch für die ganze Familie zu empfehlen. Foto pixabay
Autor: ES | Datum: 26.06.2020
Stiftung Warentest bestätigt wieder: Mit Cremes unter 3 Euro können Sie Ihre Kinder und die ganze Familie perfekt schützen.

Sehr erfreulich: Von 17 getesteten Sonnenschutzmitteln mit den Lichtschutzfaktoren (LFS) 30, 50 und 50+ wurden 15 mit dem Gesamturteil "Sehr Gut" oder "Gut" bewertet - darunter bekannte Marken wie Nivea, Ladival und Weleda.  Eine Sonnencreme fiel wegen mangelhaftem Sonnenschutz komplett durch.

Die 6 BESTEN

  • Sundance Sonnenmilch von DM mit LSF 30
  • Ombra Sun Ultra Sensitive Sonnencreme von Aldi (Nord und Süd) mit LSF 30
  • Elkos Sun Sonnenmilch von Edeka mit LSF 30
  • Sonnenspray von Jean & Len mit LSF 50
  • Sunozon Sonnenmilch von Rossmann (LSF 50)
  • Lavozon Sonnenmilch von Müller (LSF 50) 
 

Nutzer-Fragen an die Tester

Kann ich Sonnencreme für Erwachsene auch für Kinder nutzen? Zum Beispiel das Sonnenspray Sundance 50er?
Grundsätzlich können Kinder und Erwachsene dieselbe Sonnencreme verwenden - wenn die Mittel einen besonders hohen Sonnenschutzfaktor haben, am besten 50+. Grund: Kinderhaut ist besonders empfindlich und schutzbedürftig. Spezielle Produkte für Kinder haben einige Vorteile. So zeigte sich in vergangenen Tests, dass sie häufiger parfumfrei sind als Mittel für Erwachsene. 

Neugeborene sollte man ja keinem direkten Sonnenlicht aussetzen, was ja auch hier im Text steht. Sollte man dann trotzdem zusätzlich noch einen Sonnencreme benutzen?
Da auch im Schatten UV-Strahlen auf die Haut treffen, sollten Babys an ungeschützten Körperstellen ebenfalls mit Sonnenschutzmittel eingecremt werden. Wählen Sie ein entsprechend sanftes Produkt für Babys.(bp)

Mit mineralischen oder chemischen Sonnen­schutz­filtern?
Im Kinder­sonnen­creme-Test schneiden sowohl Produkte mit chemischen Filtern als auch mit mineralischen Filtern gut ab. Chemische Filter dringen in die Haut ein, absorbieren die UV-Strahlung und wandeln sie in harmlose Wärme um. Mineralische Filter bestehen aus Pigmenten, die wie unzäh­lige kleinste Spiegel auf der Haut UV-Strahlen reflektieren und so fernhalten. 

Den ganzen Test lesen Sie kostenpflichtig in der aktuellen „Test"-Ausgabe von Stiftung Warentest.

Ökotest

Auch Ökotest hat vor kurzem Sonnencrems für Babys und Kinder getestet. Getestet wurden 21 Cremes - nur zwei bekommen ein "sehr gut", neun ein gut. 

Diese Sonnencremes schnitten mit "sehr gut" ab:

  • Ladival Für Kinder Sonnenschutz Milch 50 + ohne Parfüm von Stada
  • Sun Dance Kids Sonnenmilch 50 ohne Duftstoffe von Dm

Diese Sonnencremes fielen bei Ökotest durch:

  • La Roche-Posay Anthelios Dermo-Pediatrics 50+ Lotion
  • Garnier Ambre Solaire Kids Sensitive Expert+ LSF 50+ von L'Oreal 

Zum Test auf Ökotest.de 

Sonnen­creme ist schon für Babys wichtig

Die Haut vergisst nicht. 

Kinder unter drei Jahren sollten nur kurz­zeitig und gut geschützt in die Sonne. Babys im ersten Jahr sollten grund­sätzlich im Schatten bleiben. Da ihre Haut aber selbst dort UV-Strahlen ausgesetzt ist, sollten an Tagen mit intensiver Sonnen­strahlung auch Babys schon einge­cremt werden – etwa im Gesicht und an den Händen. Arme, Beine und Kopf sind am besten mit lang­ärmeliger, luftiger Kleidung und Mütz­chen geschützt. Vermeiden Sie auf jeden Fall die Mittags­hitze zwischen 11 und 15 Uhr und ziehen Sie sich an schattige Orte oder nach drinnen zurück. Abge­dunkelte Zimmer bleiben länger kühl.
 Kleine Kinder haben oft noch wenig dichtes Haar. Umso wichtiger ist es, ihre Kopf­haut mit einem Hut oder Mütz­chen zu bedecken – am besten mit Krempe und verlängertem Nacken­teil. Auch Kleidung kann Schutz bieten. Sie sollte dicht gewebt und möglichst dunkel sein, Polyester­fasern schützen besser als Baumwolle. Selbst wenn es sehr heiß ist: Oberteile mit Ärmeln sind eine gute Wahl, bei Trägerhemd­chen entsteht auf den Schultern schnell Sonnenbrand.
Tragen Sie Sonnen­schutz­mittel reichlich auf: pro Quadratzenti­meter Haut etwa zwei Milligramm. Für den ganzen Körper bei einer Größe von 1,80 Meter macht das etwa drei Esslöffel Sonnenmilch, bei Kindern entsprechend weniger. Wenn Ihrem Kind das Eincremen nicht gefällt, machen Sie aus der lästigen Prozedur ein kleines Spiel. Tupfen Sie zunächst Gesichter, Blumen oder andere Motive auf die Haut. Verreiben Sie anschließend alles gründlich.
Sie Sonnen­schutz­mittel über den Tag verteilt immer wieder auf. Besonders nach dem Baden oder Sport ist der Schutz nicht mehr voll­ständig gegeben und sollte erneuert werden – das gilt auch, wenn Sie als „wasser­fest" oder „extra wasser­fest" gekenn­zeichnete Produkte verwenden. Vergessen Sie nicht, Ohren, Nacken, Hände und Fußrücken einzucremen.
Auch kleine Kinder können das Einschmieren schon üben und sich daran gewöhnen. Cremen Sie aber sorgfältig nach. Achten Sie darauf, Ohren, Nacken, Hände und Fußrücken nicht zu vergessen. Aerosol­sprays sollten Kinder aber nicht selbst benutzen, weil sie versehentlich in Mund und Augen sprühen oder das Spray einatmen könnten.

Erste Hilfe bei Sonnenbrand

Umschläge mit kaltem Quark, Joghurt oder Buttermilch lindern den Schmerz und kühlen. Sie werden mindestens zweimal täglich 30 Minuten auf die Haut gelegt.

Die verbrannte Haut mit der Schnittfläche einer Zitrone oder Tomate abreiben – das Vitamin C fördert die Heilung

Dünn geschnittene Gurken-, Kartoffel oder Apfelscheiben kühlen die heiße Haut

Einen Umschlag, getränkt mit abgekühltem Schwarztee oder Hamamelistee (3 TL Hamamelistee auf 250 ml Wasser) mehrmals täglich auf die gerötete Haut legen.

Einige Tropfen Nachtkerzen- und Zitronen-Öl zu gleichen Teilen mischen und einmal täglich auftragen

Ein lauwarmes Vollbad mit 8 EL Heilerde als Zusatz kühlt und fördert die Heilung

Gels oder Cremes mit dem Wirkstoff Aloe Vera oder Arnika (aus der Apotheke) lindern den Schmerz

Reichlich trinken, am besten kühle Kräutertees, Mineralwasser oder verdünnte Fruchtsäfte

Es stimmt nicht, dass

man mit hohem Sonnenschutz nicht braun wird. Gehört in die Welt der Irrtümer. Der LSF gibt aber lediglich an, um welchen Faktor sich die Eigenschutzzeit eurer Haut verlängert. So hat ein Mensch mit Hauttyp 3 eine helle bis hellbraune Haut und graue oder braune Augen. Dazu kommen dunkelblonde bis braune Haare. Dieser Hauttyp hat eine Eigenschutzzeit von 20 bis 30 Minuten. Mit LSF 50 könnte er also bis zu 1500 Minuten lang in der Sonne bleiben, ohne dass Sonnenbrand droht. Stimmt dann noch die Auftragsmenge, ist der Schutz für einen ganzen Tag garantiert.

Hauttyp bestimmen

www.sonnenbrand-tipps.de

 

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