Diplom Designerin Lisa Keller im Thüringen Talk

So spannend ist Porzellan

Sabrina Lang mit Lisa Keller in der Lagerhalle der Porzellanfabrik. Foto: privat
Sabrina Lang mit Lisa Keller in der Lagerhalle der Porzellanfabrik. Foto: privat
Autor: Sabrina Lang | Datum: 08.06.2018
Kann Porzellan spannend sein? Ja! Für Diplom Designerin Lisa Keller von "Kahla Porzellan" ist es sogar viel mehr als das. Sie kann das Rad nicht neu erfinden - aber genau das ist ihre Aufgabe: Teller, Tasse & Co. immer wieder anders gestalten. Im Thüringen Talk verrät sie, wie ihr das gelingt.

In der Produktion von Kahla Porzellan. Foto: Sabrina Lang

"Zeigen Sie mir Ihre Kaffeekanne und dann entscheide ich, ob ich diese Serie kaufe." Nicht selten liefen genauso Gespräche zwischen Einkäufern und "Kahla Porzellan" früher bei einer Messe ab, erzählt Lisa Keller. Verrückt scheint daher die Entscheidung des Unternehmens die erste Serie ohne eine Kanne herauszubringen. Das war vor fast 20 Jahren und das war revolutionär! Und noch heute ist diese Kollektion zeitlos und modern.
Auch wenn alles rund um Kaffeeservice, Teller, Tasse, Käseplatte bereits erfunden scheint, ist es Lisa Kellers Aufgabe Alltagsgegenstände immer wieder neu zu erfinden. Was heute dabei ganz wichtig ist: die Multifunktionalität der Produkte.


Das heißt, mit weniger Produkten mehr Können


So ist ein Schüsseldeckel nicht nur Deckel, sondern vielleicht gleichzeitig noch ein Untersetzer, aber so gestalet, dass er im Küchenschrank praktisch zu stapeln ist, das Holz vom Esszimmertisch nicht zerkratzt und am Ende sogar noch beschreibbar ist. Da steckt ganz schön viel dahinter: skizzieren, modellieren, entwerfen, 3-D Zeichnen und Packaging-Design. Aber ein ordentlicher Sonntagsbraten ist auch nicht in 10 Minuten gekocht.


Porzellan ist nicht nur dafür da, Essen zu servieren und zu präsentieren, sondern es durchläuft einen ähnlichen Prozess wie das Kochen und Zubereiten von Speisen.

Am Arbeitsplatz von Lisa Keller. Foto: Sabrina Lang

Porzellan ist ein kompliziertes Material, sagt Lisa Keller. Bevor Porzellan hart und belastbar wird, kann es flüssig, wie Knetmasse oder Pulver sein. Man muss sich gut auskennen, um es gut gestalten zu können und man lernt nie aus. Dadurch entstehen auch immer wieder neue Ideen.
Diplom Designerin Lisa Keller erklärt, warum Multifunktionalität im Porzellangeschäft so wichtig ist, warum Design keine Entscheidung ist, die aus dem Bauch herauskommt, und sie hat gute Antworten parat auf die Fragen, was sie von Designer Stücken hält, die gar nicht funktional sind, und warum sie selbst einen To Go Becher auf den Markt bringt, der vom Tisch weglockt, obwohl ihr Tischkultur so wichtig ist. Dazu spricht sie im Thüringen Talk:

Mehr zu Lisa Keller gibt's auf ihrer Homepage.

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