11 Risikogebiete in Thüringen

Gefahr durch Zecken

Zecke, Foto: pixabay
Zecke, Foto: pixabay
Autor: F | Datum: 29.05.2020
Es wird wärmer, die Kleidung dünner und kürzer - kurzum die Zecken haben größere Chancen zu beißen.

Die Menschen sind wieder mehr draußen und damit steigt auch die Gefahr eines Zeckenbisses. Um den Zecken weniger Angriffsfläche zu bieten, trägt man am besten Kleidung, die mit Bündchen abschließt, Socken und geschlossene Schuhe. Außerdem sollte man den kompletten Körper nach einem Tag im Freien nach Zecken absuchen, auch wenn man "nur" im Park oder im Garten war, so die Barmer Thüringen. Zecken bevorzugen Stichstellen wie zum Beispiel Haaransatz, Ohren, Hals, Achseln, Ellenbeuge, Bauchnabel, Genitalbereich oder Kniekehle, so das Robert Koch Institut.

So entfernen Sie eine Zecke

Haben Sie eine Zecke an sich entdeckt? Greifen Sie die Zecke mit einer Pinzette, Zange oder Schlinge möglichst nah an der Haut und ziehen Sie sie in einer kontrollierten Bewegung senkrecht aus der Haut. Vorsichtig, aber trotzdem beherzt. Wenn Sie mit einer Pinzette arbeiten, kann es helfen, wenn Sie vorsichtig etwas hin und her drehen und leicht rütteln, bevor Sie das Tier herausziehen.
Allgemein gilt: Die Zecke muss nicht herausgedreht werden und versuchen Sie die Zecke möglichst wenig zu quetschen.

Mit einer Zeckenkarte müssen Sie die Zecke nicht aktiv herausziehen, sondern entfernen das Tier durch eine Schiebebewegung. Die Karte mit dem Schlitz möglichst nah auf der Haut unter das Tier führen und so lang vorsichtig weiterschieben, bis sich die Zecke löst.

Haben Sie keines dieser Hilfsmittel zur Hand, dann nutzen Sie zur Not die Fingernägel. Hauptsache, die Zecke wird entfernt.

Risikogebiete in Thüringen

Bisher hatte Thüringen 10 vom RKI ausgezeichnete Risikogebiete für die von Zecken übertragene FSME, doch in diesem Jahr kam ein Weiteres hinzu. Neben den Landkreisen Greiz, Hildburghausen, Saalfeld-Rudolstadt, Sonneberg, Ilm-Kreis, Saale-Holzland, Saale-Orla, Suhl, Jena und Gera ist auch der Kreis Schmalkalden-Meiningen vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft worden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Bewohnern von FSME-Risikogebieten und Personen, die in ein solches reisen und dort mit Zecken in Kontakt kommen könnten, sich gegen FSME impfen zu lassen.

Welche Krankheiten können Zecken in Deutschland übertragen?

Laut Robert Koch Institut (RKI) können Zecken eine Vielzahl von Infektionskrankheiten auf den Menschen übertragen. Zu den Bedeutensten zählen die Borreliose und FSME.
 
Die Borreliose ist laut RKI eine Bakterieninfektion, die in erster Linie durch die Borrelia burgdorferi verursacht wird und bundesweit vorkommt. Laut Thüringen Forst bietet das schnelle Entfernen einer Zecke einen gewissen Schutz vor der Erkrankung, da das Bakterium erst mehrere Stunden nach dem Saugen aus dem Darmtrakt der Zecke in die Wunde transportiert wird.
 
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch FSME-Viren verursacht wird und tritt hauptsächlich im süddeutschen Raum auf. Hierzu veröffentlicht das RKI jährlich eine Karte der Haupt-Endemiegebiete. Außerdem gibt es eine Impfung gegen FSME.
 

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