Sturm "Bennet" fegte über Thüringen

Festhalten – Sturmböen bis 100 km/h

Sturmböen mit bis zu 100 km/h Geschwindigkeit fegten über Thüringen. Foto: dpa
Sturmböen mit bis zu 100 km/h Geschwindigkeit fegten über Thüringen. Foto: dpa
Autor: ES | Datum: 04.03.2019
Nach "Bennet" werden ab Mittwoch milde Temperaturen in Thüringen erwartet. Der Sturm hat einige Schäden in ganz Thüringen hinterlassen.

Update Dienstag, 5.März: 

Nach stürmischen Tagen können sich die Thüringer auf mildes Wetter freuen. Die Temperaturen werden am Mittwoch und Donnerstag auf bis zu 17 Grad ansteigen, meldet der Deutsche Wetterdienstes (DWD) in Leipzig. Dabei ist nur noch vereinzelt mit Schauern zu rechnen. Am Freitag und am Wochenende wird es dann wieder kälter und windig. Am Dienstag muss noch mit einigen Sturmböen bis in den Tieflagen sowie mit Schauern und Gewittern gerechnet werden. Erst am Abend sollte der Wind abnehmen.

Inzwischen fahren auch die Harzer Schmalspurbahnen wieder auf den Brocken. Der Verkehr zwischen den Stationen Schierke und dem Harzgipfel rolle wieder planmäßig, teilte das Unternehmen in Wernigerode mit. Die Strecke sei am Morgen geprüft worden, Sturmschäden wurden nicht gefunden. Am Montagvormittag war der Verkehr zum 1141 Meter hohen Brocken wegen des Sturmtiefs "Bennett" gestoppt worden.

Orkanböen über Thüringen am Rosenmontag

Thüringen hat einen stürmischen Rosenmontag erlebt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für Montag vor teils schweren Sturm- und Orkanböen sowie Gewittern gewarnt. Grund war das Sturmtief "Bennet", das Sturmböen von bis zu 100 Kilometer pro Stunde mit sich brachte. Trotzdem haben die Thüringer Narren ihre Rosenmontagsumzüge gefeiert, wie in Greiz, Viernau, Geisa, Bad Tennstedt oder in Sondershausen.

Schäden in ganz Thüringen

Der Sturm hinterlässt Schäden im Freistaat. Der Bahnverkehr ist betroffen. So sind die Züge zwischen Erfurt und Leipzig Montagnachmittag mit reduzierter Geschwindigkeit unterwegs. Die Harzer Schmalspurbahnen haben den Verkehr auf den Brocken vorerst ganz eingestellt. Einige Züge müssen umgeleitet werden, weil Bäume auf den Schienen liegen.
Feuerwehren müssen immer wieder ausrücken, weil umgestürzte Bäume die Weiterfahrt verhindern. So meldet die Leitstelle Wartburgkreis am Nachmittag 16 Sturmeinsätze allein im Wartburgkreis.  

Dach abgedeckt

Der Sturm hat auch ein Dach in Kleinschwabhausen im Weimarer Land abgedeckt. In Erfurt hat der heftige Wind einen LKW auf die Seite geworfen. Der Erfurter Zoopark bleibt aus Sicherheitsgründen geschlossen. Die A71 ist zwischen Ilmenau-West und Gräfenroda für Fahrzeuge mit hohen Aufbauten und leichten Anhängern gesperrt.
In Bad Salzungen stürzte ein Baum auf drei Autos, es entstand ein Sachschaden von 10.000 Euro. "Wir hatten viele umstürzende Bäume", sagte ein Polizeisprecher, Verletzte habe es bisher nicht gegeben. 

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Welche Versicherung zahlt im Schadensfall?

Die Faustregel: Ein Sturm liegt ab Windstärke 8 vor, also ab 62 Kilometern pro Stunde. Ob diese Stärke vor Ort erreicht wurde, kann man zum Beispiel über den Deutschen Wetterdienst herausfinden.

Dachziegel abgedeckt? Das übernimmt die Wohngebäudeversicherung- Sturmschäden sind in der Regel in der Wohngebäudeversicherung enthalten, man sollte aber nochmal im Kleingedruckten nachschauen.

Nicht nur das Dach ist kaputt, Ziegel sind auf Einrichtungsgegenstände gefallen, dann ist die Hausratsversicherung der richtige Ansprechpartner. Auch hier ist ein Blick ins Kleingedruckte sinnvoll, was der eigene Vertrag genau abdeckt. Klar ist: Wer einfach das Fenster offen gelassen hat, kann nicht auf Entschädigung hoffen.

Ein Baum kracht auf das Auto, dann ist die Teilkaskoversicherung der richtige Ansprechpartner, die Schäden ab Windstärke acht übernimmt. Bei Kaskoversicherungen hat man als Kunde oft eine Selbstbeteiligung vereinbart. Eine Höherstufung bekommt man in der Regel aber nur, wenn man selbst schuld am Schaden war.

Die normale Gebäudeversicherung übernimmt solche Wasserschäden nicht. Dafür muss man eine sogenannte Elementarschadenversicherung abgeschlossen haben.

Sie müssen Dach, Bäume im Garten oder sonstige Gegenstände richtig absichern und kontrollieren. Machen Sie dies nicht, kann es sein, dass man einen Schaden verschuldet und ihn dann begleichen muss. Die Einzelheiten zum Verschulden sind dann häufig sehr umstritten. Da hilft dann nur noch eine Haftpflichtversicherung. Ein typisches Beispiel ist auch der schlecht gesicherte Blumentopf auf dem Balkon des Mieters, der herunterfällt und Schäden anrichtet.

Ganz wichtig: Fotos machen und Liste der beschädigten Dinge erstellen, Zeugen suchen etc.) und schnell der Versicherung zu melden. Gleichzeitig muss man darauf achten, dass der Schaden so gering wie möglich bleibt. Das nennt man "Schadensminderungspflicht". Bei Schäden am Dach sollte man zum Beispiel versuchen, sie schnell so gut wie möglich abzudecken.

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