Holzstele soll Vergessen verhindern

Erinnerung an die Opfer des NSU in Jena

Die JG „Stadtmitte Jena“ erinnert derzeit auf der Johannisstraße an alle Opfer des NSU. Foto: Redaktion
Die JG „Stadtmitte Jena“ erinnert derzeit auf der Johannisstraße an alle Opfer des NSU. Foto: Redaktion
Autor: JM | Datum: 11.07.2018
Die Junge Gemeinde "Stadtmitte Jena" erinnert an alle Opfer des NSU. Mitten in der Innenstadt hat sie Opfernamen und Tatorte auf die Johannisstraße gemalt.

Die Hauptangeklagte Beate Zschäpe ist am heutigen Mittwoch im NSU-Prozess wegen zehnfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Oberlandesgericht München stellte am Mittwoch zudem die besondere Schwere der Schuld fest. Eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ist zwar rechtlich möglich, in der Praxis aber so gut wie unmöglich. 

Nach mehr als fünf Jahren endet damit einer der längsten und aufwendigsten Indizienprozesse der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Die Junge Gemeinde "Stadtmitte Jena" erinnert derzeit an alle Opfer des NSU. Sie hat alle Namen der vom NSU ermordeten Menschen und Orte der Sprengstoffanschläge des NSU auf die Jenaer Johannisstraße gemalt. Außerdem arbeitet die JG Jena an einer Holzstele, die künftig die Erinnerung an die durch die NSU Getöteten aufrecht erhalten soll.

Im Gedenken an:

  • Enver Şimşek (09.09. 2000, Nürnberg)
  • Abdurrahim Özüdoğru (13.06. 2001, Nürnberg)
  • Süleyman Taşköprü (27.06. 2001, Hamburg)
  • Habil Kılıç (29.08. 2001, München)
  • Mehmet Turgut (25.02. 2004, Rostock)
  • İsmail Yaşar (09.06. 2005, Nürnberg)
  • Theodoros Boulgarides (15.06. 2005, München)
  • Mehmet Kubaşık (04.04. 2006, Dortmund)
  • Halit Yozgat (06.06. 2006, Kassel)
  • Michèle Kiesewetter (25.04. 2007, Heilbronn)

Hier die Fotos in einer Galerie: 

 

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