Eklige Eindringlinge

Stinkwanzen machen sich in Wohnungen breit

In diesem Herbst besonders zahlreich: Die sogenannten Stinkwanzen. Foto: Wikipedia
In diesem Herbst besonders zahlreich: Die sogenannten Stinkwanzen. Foto: Wikipedia
Autor: AT | Datum: 16.10.2018
Gefährlich sind sie nicht, doch fühlen sich Baumwanzen bedroht, versprühen sie einen furchtbaren Gestank. Nach der langen Hitze sind es in diesem Jahr besonders viele Exemplare, die in die Wohnungen krabbeln, wenn es draußen kälter wird.

Wenn die Temperaturen kühler werden, suchen viele Insekten Schutz in Wohnungen und Häusern. Auch marmorierte Baumwanzen krabbeln gern durch geöffnete Fenster hinein ins Warme. 

Besonders viele Baumwanzen 

Das Problem: Es sind in diesem Jahr besonders viele Exemplare. Durch die monatelange Sommerhitze haben erstens mehr dieser Insekten überlebt. Zudem konnten viele von ihnen dadurch zwei Generationen in die Welt setzen

Besonders ekliger Geruch

Insekten in den eigenen vier Wänden sind nie toll, aber Baumwanzen, im Volksmund auch Stinkwanze genannt, sind besonders unangenehm, weil sie unter Stress ein penetrant stinkendes Sekret absondern. Das ist nicht genug! Diese Wanzenart steht auch auf Obst und Gemüse. Sie bohrt Löcher hinein und macht es ungenießbar. 

Besonders bekämpfen mit Gegen-Gestank 

Bei wem sich der stinkende Eindringling breit gemacht hat, muss ihn nicht mit der Chemikeule begegnen. Bauern wehren sich mithilfe spezieller Pheromon-Fallen und mit Schutznetzen, die die Schädlinge fernhalten sollen. Im Haus helfen Insektengitter an den Fenstern. 

Eine biologische Wunderwaffe gegen die Stinkwanzen ist besonders wirksam: Knoblauch-Spray! Füllen Sie mit Knoblauch versetztes Wasser in eine Sprühflasche und benebeln Sie Fensterrahmen und Türen. Der Geruch hält die Stinkwanze für einige Zeit davon ab, in die Zimmer zu krabbeln. 

Besonderer Weg nach Deutschland 

Die marmorierte Baumwanze ist eine nicht-heimische Wanzen-Art. Sie ist wahrscheinlich aus Asien nach Deutschland eingeschleppt worden. Sie hat keinen natürlichen Fressfeind und kann sich so ganz entspannt vermehren. Durch den trockenen Sommer hatten die Insekten perfekte Fortpflanzungsbedingungen. Bauern in Italien, Österreich und teilweise in Deutschland verzeichnen Ertragseinbußen im Bereich von 20-40 Prozent bei der Gemüseernte. Die mamorierte Baumwanze ist vermutlich von Asien nach Amerika eingeschleppt worden. Von da aus kam sie wahrscheinlich mit Holzlieferungen nach Europa.  
 

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