Der RWE-Präsident zieht eine erste Bilanz

RWE-Chef Nowag 100 Tage im Amt

Knut Herber & Frank Nowag bei der Pressekonferenz, Foto: Redaktion
Knut Herber & Frank Nowag bei der Pressekonferenz, Foto: Redaktion
Autor: CH | Datum: 13.02.2018
Abstiegsplatz, Schuldenberg und Punktabzug – die ersten Monate als Präsident beim FC Rot-Weiß Erfurt haben Frank Nowag alles abverlangt. In einer Pressekonferenz erklärte er am Dienstag die Strategie für die restliche Saison und darüber hinaus.

Das oberste Ziel ist und bleibt der Klassenerhalt – unabhängig von allen finanziellen Problemen, die den Drittligisten belasten. Frank Nowag erklärte, dass im Falle des Klassenerhalts Gespräche mit den Gläubigern anstünden. Im Idealfall würde man einen Schuldenschnitt aushandeln, um nicht mit der Hypothek von 9 Punkten Abzug in die kommende Saison zu starten. Einen ersten Vorgeschmack haben die Rot-Weißen jetzt schon bekommen.

Immer noch Schulden von 1,6 Millionen Euro

Der DFB hat am heutigen Dienstag angekündigt, dass dem RWE ein Punkt abgezogen wird, weil es nicht gelungen ist, die Finanzlücke von 1,6 Millionen Euro vollumfänglich zu schließen. Ursprünglich plante der Verein zusätzliche Mittel durch Benefizspiele gegen die Bundesligisten 1.FC Köln, Bayer Leverkusen und Hannover 96 zu generieren. Der DFB bezweifelte jedoch, dass diese Spiele genügend Einnahmen einspielen würden. Nowag kündigte bereits an, Einspruch gegen die Entscheidung einlegen zu wollen. Das Ziel sei es, den Punktabzug in eine Geldstrafe umzuwandeln.

Auch mit dem Szenario Abstieg beschäftigt sich der Präsident intensiv. Zwar plane man auch in der Regionalliga mit einigen der Leistungsträger wie Carsten Kammlott eine schlagkräftige Mannschaft aufzustellen, eine geregelte Insolvenz wäre dann aber nicht mehr zu umgehen.

In jedem Fall hängt die finanzielle Zukunft des RWE vom sportlichen Erfolg der Mannschaft ab – das unterstrich auch Präsident Frank Nowag auf der Pressekonferenz mehrfach. Eine Prognose, wo Erfurt in drei oder vier Monaten steht, könne er deswegen derzeit noch nicht abgeben.

Die nächste richtungsweisende Partie steht am Sonntag an – dann empfängt der RWE den VfR Aalen