Angeberwissen zum Weltcup in Oberhof

Biathlon von A bis Z

In Oberhof startet am 10. Januar 2019 der Biathlon-Weltcup. Foto: Pixabay
In Oberhof startet am 10. Januar 2019 der Biathlon-Weltcup. Foto: Pixabay
Autor: JM | Datum: 07.01.2019
Der Biathlon-Weltcup startet am Donnerstag in Oberhof. Auf dem Plan stehen sechs spannende Rennen. Aber was bedeutet eigentlich "Ringkorn" oder "Nähmaschine"? Spannende Fakten zum beliebten Wintersport lesen Sie hier!
A wie Anschießen:

Vor dem eigentlichen Wettkampf testen die Athleten die Bedingungen am Schießstand. Die dabei vorgenommene Grundeinstellung wird während des Wettbewerbs nach Auswertung des Trefferbildes durch das Drehen am Diopter angepasst.

B wie Björndalen:

Der große Mann des Biathlon. Norwegens Ole Einar Björndalen hat 8 Olympiasiege, 20 WM-Titel und 94 Weltcupsiege auf dem Konto. Er beendete vor dieser Saison seine einzigartige Karriere.

C wie Crossfire:

Peinlich für den Schützen, unvergesslich für die Zuschauer, wenn auf die falschen Scheiben geschossen wird. Passiert durchaus auch Weltklasseathleten wie beispielsweise Magdalena Neuner beim Weltcup 2012 in Nove Mesto.

Lucas Fratzscher vom WSV Oberhof ist beim Weltcup mit dabei! Foto: WSV Oberhof
D wie Doping:

Immer wieder wird das Biathlon durch Dopingfälle erschüttert. Evi Sachenbacher-Stehle war 2014 das verbotene Stimulans Methylhexanamin nachgewiesen worden.

E wie Entfernung:

Genau 50 m sind die Ziele beim Biathlon vom Schützen entfernt.

 
Foto: Thüringer Biathlet Lucas Fratzscher vom WSV Oberhof ist beim Weltcup dabei! Foto: WSV Oberhof
 
F wie Fischer

Ein guter Name im deutschen Biathlon-Sport. Fritz Fischer ist Olympiasieger, zweimaliger Weltmeister und ehemaliger Männer-Trainer der deutschen Mannschaft. Der viermalige Olympiasieger und siebenmalige Weltmeister Sven Fischer arbeitet als Experte fürs Fernsehen.

G wie Gesichtspflaster:

Wenn es richtig kalt wird, wird es bunt in den Gesichtern der Skijäger. Mit Pflastern in allen Farben kleben die Athleten die empfindlichsten Stellen wie Nase oder Wangen ab.

H wie Holmenkollen:

Hoch über der norwegischen Hauptstadt Oslo befinden sich die traditionsreichen Wintersport-Anlagen. Im Mekka des nordischen Wintersports fanden zuletzt 2016 die Weltmeisterschaften statt, diese Saison Ort des Weltcup-Finals. 

I wie IBU:

Die Internationale Biathlon Union ist der Dachverband aller nationalen Biathlonverbände. Die IBU hat seit 1999 ihren Sitz in Salzburg und zählt derzeit 66 Mitgliedsverbände. Präsident ist seit September der Schwede Olle Dahlin, der den Verband aus seiner Glaubwürdigkeitskrise führen soll.

J wie Jachymov:

Ein Ort in der damaligen Tschechoslowakei, in dem 1981 die ersten Wettkämpfe für Biathletinnen ausgetragen wurden. Elf Jahre später wurde Frauen-Biathlon olympisch.

K wie Kaliber:

Geschossen wird mit Kleinkalibergewehren. Die Gewehre wiegen zwischen 3,5 und 6 kg und müssen manuell repetiert werden.

L wie Lizenz:

Um internationale Wettkämpfe durchführen zu können, müssen die Anlagen und Stadien eine A- oder B-Lizenz der IBU vorweisen. Für die Ausrichtung eines Weltcups oder einer Weltmeisterschaft bedarf es der A-Lizenz.

M wie Mixedstaffel:

Frauen und Männer kämpfen in einer gemeinsamen Staffel um Medaillen. Seit 2014 im russischen Sotschi gibt es für das gemischte Quartett auch olympische Medaillen.

N wie Nähmaschine:

Das gefürchtete Zittern des Körpers befällt die Athleten am Schießstand, wenn sie zu lange warten und der Puls unter eine bestimmte Frequenz fällt. Einziges Mittel dagegen: das Gewehr absetzen, durchatmen und neu anlegen.

O wie Ohrstöpsel:

Der Lärm in Biathlon-Hochburgen wie Oberhof, Antholz oder Ruhpolding ist besonders am Schießstand ohrenbetäubend. Einige Athleten greifen deshalb zu Ohrstöpseln, um sich besser konzentrieren zu können.

P wie Podestplätze:

Waren in den vergangenen Wintern für die Deutschen schöne Regelmäßigkeit. Vor allem Simon Schempp und Laura Dahlmeier kämpfen wieder darum.

P wie Parken:

Auf dem Truppenübungsplatz in Ohrdruf schafft die Bundeswehr erstmals eine Stellfläche für 1000 Autos. Ein kostenloser Bus-Shuttle im 15-Minuten-Takt wird so die Verkehrssituation im kleinen Oberhof entspannen.

R wie Ringkorn:

Sitzt am vorderen Ende des Gewehrlaufes und bildet zusammen mit dem Diopter das Visier der Schützen. Bei entsprechenden Bedingungen wird auch ein Nebelkorn eingesetzt, durch dessen größere Öffnung mehr Licht fällt.

S wie Skating:

Die Langlauftechnik der Biathleten, geprägt durch den Schlittschuhschritt. Die Skating-Ski sind rund 1200 g schwer, 5 cm schmal und besitzen keine Stahlkanten.

S wie Schneekanonen:

Elf Schneekanonen sind am Grenzadler im Einsatz. Trotz des heißen Sommers mit unzähligen Sonnenstunden auch im Thüringer Waldes blieb im Depot an der Ski-Halle von den 11.200 Kubikmetern Schnee mehr als die Hälfte erhalten. Hackschnitzel, Folie mit Alu-Beschichtungen und Vlies schützten die weiße Pracht. Nun arbeiten elf Schneekanonen, damit zum Weltcup eine sechs Meter breite und 50 Zentimeter dicke Schneedecke für perfekte Bedingungen sorgt.

T wie Treffer:

Wenn aus schwarz weiß wird, hat der Biathlet getroffen. Die modernen Scheiben am Schießstand reagieren elektronisch per Impuls auf die Schüsse der Athleten.

U wie Unterstützungsriemen:

Der Biathlet benötigt ihn beim Liegendschießen. Er dient der Stabilisierung der Waffe und sollte nicht zu fest am Oberarm befestigt sein, da er sonst beim Laufen behindert.

V wie Verfolgung:

Auch Jagdstart genannt, gehört seit 1997 zum Wettkampfprogramm. Die besten 60 Athleten des Sprints sind für die Verfolgung qualifiziert.

W wie Wachstruck:

Ein LKW für die Skitechniker. Seit 2012 hat auch die deutsche Mannschaft einen solchen Koloss. Die Arbeit der Wachser vor Ort wird dadurch deutlich verbessert.

W wie Wolken:

Bei „aufliegenden Wolken", wie Silvio Eschrich den Nebel nennt, werden Sportler und Zuschauer gleichermaßen einen besseren Durchblick bekommen. Dazu haben die Veranstalter neue LED-Leuchten organisiert, die am Schießstand die Sicht verbessern sollen. Im Herbst habe man dies schon erfolgreich getestet, sagt Eschrich.

Z wie Zielscheibe:

Gerade mal 4,5 cm beträgt der Durchmesser der Scheibe, wenn sich die Athleten im Liegendanschlag befinden. Etwas größer ist die Scheibe beim Stehendschießen. Hier beträgt der Durchmesser 11,5 cm und ist etwa so groß wie eine CD.

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