Nur im Notfall die 112 wählen!

Schön, aber auch gefährlich

Über Instagram schreibt die Feuerwehr Ilmenau: Wählt bitte nicht den Notruf.
Über Instagram schreibt die Feuerwehr Ilmenau: Wählt bitte nicht den Notruf.
Autor: ES | Datum: 12.02.2021
Wem melde ich gefährlich aussehende Eiszapfen? Was muss ich als Hausbesitzer beachten? #winter #feuerwehr #notruf #winterpflichten #versicherung #lebensgefahr

Sie entdecken an einem Dach Eiszapfen und machen sich Sorgen, die könnten runterkrachen und jemanden verletzen. Was tun Sie dann? Wie können Sie helfen?

Wählen Sie nicht den Notruf 112, darum bitten die Freiwilligen Feuerwehren in Thüringen. Denn der Notruf ist wirklich für Notfälle.

Feuerwehr Ilmenau über Instagram

 

Eiszapfen entdeckt - das ist zu tun

  • Zuerst den Hauseigentümer informieren: An der Tür klingeln und versuchen, dem Eigentümer oder Mietern Bescheid zu sagen (oder Zettel hinterlassen).
  • Ordnungsamt oder Bürgeramt erst informieren, wenn Sie niemanden erreichen konnten.
  • Und nur im Notfall die Feuerwehr verständigen. Natürlich ist es schwer für einen Laien einzuschätzen, ob die Situation wirklich brenzlich ist. Fragen Sie sich: Besteht unmittelbar Gefahr für Menschen, die dort entlang laufen? Statt der 112 können Sie auch erst einmal bei der ortsansässigen Feuerwehrleitstelle anrufen. 
Für Hausbesitzer gilt:
  • Sind Schneemassen und Eiszapfen schwer zu erreichen, muss gegebenenfalls ein Dienstleister mit der Entfernung beauftragt werden.
  • Sollte ein Einsatz der Thüringer Feuerwehr vonnöten sein, ist der kostenpflichtig. Das kann bis zu 350 Euro betragen.
  • Solange die Eiszapfen noch nicht entfernt werden konnten, sollen Hauseigentümer übergangsweise den Gehweg selbst absperren.
  • Wenn Passanten die Feuerwehr rufen, dann müssen Hausbesitzer voraussichtlich auch diesen Einsatz bezahlen - dazu gab es schon Gerichtsurteile.

Link-Tipp

Dachlawinen und Eiszapfen. Wer haftet, Rechte und Pflichten der Hauseigentümer und Versicherungsschutz finden Sie in unserem Service-Blog: Schneeschaufler-ABC
 

ANTENNE THÜRINGEN Nachgefragt

Michael Schwabe vom Thüringer Feuerwehrverband

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