Was Sie wissen sollten

Laientest von Aldi & Co.

Corona-Schnelltest Foto dpa
Corona-Schnelltest Foto dpa
Autor: ES | Datum: 03.03.2021
Ganz grob: Sie funktionieren ähnlich wie ein Schwangerschaftstest. Ein Streifen zeigt an, ob die Probe positiv ist#corona #schnelltest #laientest #testpflicht

Es gibt die kostenlosen Testzentren und es gibt die Tests im Handel. Mit den "Laientests" können Sie sich selbst testen.

In unseren FAQ beantworten wir die häufigsten Fragen.

Die drei bekanntesten Arten sind:

Der Abstrich-Test

Er funktioniert mit einem langen Wattestäbchen, das über die feuchte Rachenschleimhaut gestrichen wird. Ein Wattestäbchen muss für diese Tests nicht zwingend tief in den Nasenrachenraum eingeführt werden. Es reicht auch ein Abstrich aus der unteren Nase. Daraufhin wird das Wattestäbchen in eine Lösung getaucht und diese auf einen Teststreifen getropft. Wie bei einem Schwangerschaftstest zeigt ein Streifen an, ob die Probe positiv ist.

Der Gurgel-Test

Dieser Test ist schon mal wesentlich einfacher und angenehmer. Funktioniert wie Gurgeln mit Mundwasser. Sie gurgeln eine einfache Kochsalzlösung eine bestimmte Zeit im Rachen. Diese Gurgelflüssigkeit wird dann auf das Covid-Virus im Testgerät geprüft.

Der Speichel- bzw. Spuck-Test

Dieser Test befindet sich selbst noch im Test. Aber Speichel-Test sind einfach und angenehm. Man spuckt in ein Röhrchen, um das Testergebnis zu bekommen oder man benutzt ein Test-Stäbchen, aber nur im vorderen Mundbereich.

Es gilt:
  • Bedienungsanleitung aufmerksam lesen
  • Zeit einplanen
  • Hilfsmittel wir Uhr oder Spiegel bereitlegen
  • Wie immer: Hände waschen bevor es losgeht
  • Gurgel- und Spucktest bitte alleine im Raum durchführen (Aerosole)
Achten Sie auf die CE-Kennzeichnung. Nur mit dieser kann der Nutzer sicherstellen, dass es sich um zertifizierte Tests handelt, die auch die richtigen Ergebnisse anzeigen.
Rapid Sars-CoV-2 Antigen Test Card von Anbeiter Technomed,
Clinitest Rapid Covid-19 Self-Test von Siemens,
Lyher Covid-19 Antigen Schnelltest von Lissner Qi und
SARS-CoV-2 Rapid Antigen Test von SD Biosensor

Eine Liste mit allen zugelassen Schnelltests gibt es vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).
Die Spanne ist noch groß - zwischen 10 und 20 Euro. Aber die Preise werden sich noch einpendeln. Anbieter Technomed beispielsweise geht von einem Preis für den Endkunden von unter 15 Euro pro Test aus. Experten erwarten jedoch, dass wir den Test schon bald für weniger als 10 Euro bekommen.
Das Prinzip soll wie bei den Schutzmasken funktionieren. Also in Apotheken, Drogerien und auch in Lebensmittelläden oder sogar an der Tanke. Online gibt es sie schon oder zumindest kann man vorbestellen.
Die Test müssen selbst einen Test bestehen, um zugelassen zu werden. Sie werden vom Paul-Ehrlich-Institut, dem deutsche Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, geprüft. Aber trotzdem sind die Laientests nicht so zuverlässig wie dei PCR-Tests.

Die Tests funktionieren gut, wenn Sie eine hohe Virenlast haben - also stark ansteckend sind. Nachteil: Infizierte mit geringer Virenlast könnten hingegen nicht entdeckt werden. Sinnvoll ist der Test, wenn Sie zum Beispiel planen,  die Oma zu besuchen. Dann haben Sie eine Momentaufnahme - allerdings nur für die nächsten Stunden.

Der Schnelltest funktioniert im Prinzip wie der Schwangerschaftstest. In Abstrich-Proben wird nach Molekülen gesucht, die charakteristisch für die Viren sind. Beim PCR-Test wird aufwendig nach dem Erbgut des Virus gesucht.

 

Nein, weil die PCR-Tests verlässlicher sind und die letzte Klarheit bringen. Also bei möglichen Corona-Symptomen wird auf jeden Fall eine Labor-Untersuchung nötig sein. Das gilt auch, wenn Ihr Schnelltest anschlägt. Die letzte Gewissheit gibt der PCR-Test.
Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gibt es mit den Herstellern Verträge über 50 bis 60 Millionen dieser Tests pro Monat, geliefert würden aber deutlich mehr.
Noch besteht keine Meldepflicht.  Aber das Ergebnis sollten Sie sich natürlich durch einen PCR-Test bestätigen lassen. Und natürlich bis dahin alle Schutzmaßnahmen treffen und au jeden Fall zu Hause in Quarantäne bleiben.
Dazu gibt es Studien der Berliner Charité. Wenn flächendeckend und regelmäßig geprüft wird, hoffen die Experten, dass so die Ausbreitung besser bekämpft werden kann und es auch zu Lockdown-Lockerungen kommen kann. Auch zwei Marburger Forscher haben sich mit dem Thema beschäftigt. Auch sie kommen zu dem Ergebnis, dass so der Alltag schneller wieder hergestellt werden kann.  Eigentests können die Chance sein, Schritt für Schritt Normalität wiederzugewinnen.

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