Zustimmen oder wechseln?

Kündigungs-Drohung der Banken

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Autor: ES | Datum: 22.11.2021
Zahlreiche Beschwerden erreichen uns. Sie fragen - und wir haken nach.

Sie bekommen unangenehme Post von Ihrer Bank. Sie sollen auf Rückzahlungen für Kontoführungsgebühren verzichten oder Ihr Konto wird gekündigt. Welche Gebühren Sie nicht zahlen müssen und wie Sie eine Rückerstattung erhalten, erfahren Sie hier.

Millionen Kunden der Sparkasse und anderer Geldhäuser sind aufgefordert, den neuen Kontogebühren nachträglich zuzustimmen - teils setzen die Institute sogar ein Ultimatum. Dürfen die das? Was soll ich tun?

Das Wichtigste in Kürze:

  • Laut dem BGH-Urteil vom 27. April 2021 können Banken Ihre Zustimmung nicht uneingeschränkt einholen. Das Urteil war eigentlich ein Sieg der Bankkunden - doch jetzt gibts "Drohbriefe".
  • Die Bank schreibt "wir benötigen Ihre Unterstützung" und "wenn Sie nicht dazu bereit sind, kündigen wir Ihnen." Dürfen die das? Ja, rein rechtlich geht das. Die Banken dürfen den Zahlungsdienste-Vertrag jederzeit ohne Angabe von Gründen kündigen. Über die Form lässt sich streiten. Verbraucherschützer drohen Banken mit Klagen.
  • Nichtsdestotrotz empfehlen Verbraucherschützer und die Stiftung Warentest Bankkunden, ihr Geld zurückzufordern. Sie wollen Ihre Gebühren von Ihrer Bank zurückfordern und Vertragsänderungen rückgängig machen können - die Verbraucherzentale bietet Ihnen einen interaktiven Musterbrief, um Entgelte zurückzufordern.
  • Als Alternative bleibt Ihnen als Kunde der Wechsel zu einer Bank mit niedrigeren oder gar keinen Gebühren. ABER die Zahl nimmt immer mehr ab. Sowohl die alte als auch die neue Bank sind übrigens gesetzlich verpflichtet, Ihnen beim Wechsel zu helfen (zum Beispiel Lastschriften und Daueraufträge umstellen). Checkliste Auswahl eines Girokontos

Verbraucherexperte Ron Perduss

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