Hohes Bußgeld: Raser, Handy am Steuer und Rettungsgassen-Blockierer

Härtere Strafen für Verkehrssünder

Rettungsgassen-Muffel werden deutlich härter bestraft. Foto pixabay
Rettungsgassen-Muffel werden deutlich härter bestraft. Foto pixabay
Autor: ES | Datum: 19.10.2017
Neue Regeln sind jetzt in Kraft.

Rettungsgasse:
Autofahrer, die Einsatzwagen von Rettungskräften und Polizei behindern, zahlen jetzt deutlich mehr. Wer bei stockendem Verkehr etwa auf Autobahnen keine Rettungsgasse für Helfer bildet, muss mindestens 200 Euro berappen. Bisher betrug das Bußgeld lediglich 20 Euro. Im schwersten Fall werden bis zu 320 Euro fällig, verbunden mit einem Monat Fahrverbot.

Handy am Steuer:
Für Verstöße werden 100 Euro statt bisher 60 Euro fällig, weiterhin verbunden mit einem Punkt in der Flensburger Verkehrssünderdatei. Im schlimmsten Fall mit einer Sachbeschädigung drohen 200 Euro, zwei Punkte sowie ein Monat Fahrverbot. Werden Fahrradfahrer mit  Handy in der Hand ertappt, müssen sie künftig 55 Euro statt bisher 25 Euro zahlen. Erlaubt bleibt, Anrufe per Taste oder Wischen übers Display anzunehmen, solange man das Gerät nicht hochnimmt. Weiter zulässig sind auch Sprachsteuerungen und ein "kurzer" Blick aufs Gerät.

Tablets und Laptops jetzt auch verboten:
Das Verbot, das bisher nur Mobil- und Autotelefone nennt, wird zudem auf alle Kommunikationsgeräte wie etwa Tablets und Laptops erweitert.

Verhüllungsverbot:
Außerdem gibt es jetzt ein Verhüllungsverbot in die Straßenverkehrsordnung. Untersagt wird damit, dass das Gesicht so verdeckt wird, dass es nicht mehr erkennbar ist. Das betrifft unter anderem das Tragen von Masken, Schleiern und Hauben, aber auch Burka und Nikab. Und auch Maskenkostüme in der Karnevalszeit sind damit tabu. Wer dagegen verstößt, dem drohen 60 Euro Bußgeld. Das Verhüllungsverbot gilt natürlich nicht für Motorradfahrer.#

Illegale Rennen:
Anders als bislang ist nun schon der Versuch, ein solches Rennen abzuhalten, strafbar. Damit will die Politik sicherstellen, dass Organisatoren auch dann nicht mehr straflos davonkommen, wenn die Polizei von einem Rennen erfährt und es vereitelt. Es drohen Geldstrafen oder bis zu zwei Jahren Haft bestraft. Bei schweren Personenschäden sind künftig sogar bis zu zehn Jahre Haft möglich.

Quelle dpa

 

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