Thüringentalk

Erfurterin restauriert Sperrmüll

Thüringentalk mit Müll-Restauratorin Olivia Pellenat aus Erfurt. Foto: Redaktion
Thüringentalk mit Müll-Restauratorin Olivia Pellenat aus Erfurt. Foto: Redaktion
Autor: AT | Datum: 03.09.2018
Die Thüringerin Olivia Pellenat rettet alte Möbel vom Sperrmüll und renoviert sie. Meistens reicht ein bisschen neue Farbe oder ein Ersatzteil. Im Thüringentalk spricht sie über ihre Arbeit und Nachhaltigkeit.

Wer am 1. des Monats Gehalt bekommt und am 18. schon blank ist, der lebt weit über seine Verhältnisse. Genau das tut die Menschheit aber mit der Erde. Pro Jahr verbrauchen wir Ressourcen von 1,7 Planeten – haben aber nur einen. Dass das auf lange Sicht nicht gut gehen kann, sehen immer mehr Menschen ein. Sie fangen an, sich für Umweltschutz zu engagieren, stellen ihre Ernährung um, versuchen, Müll zu vermeiden oder bewusster einzukaufen. Oder Sie gründen nachhaltige Unternehmen, die ressourcenschonend arbeiten.

So wie die Thüringerin Olivia Pellenat, die Anfang 2016 „Luise de Veer" gründete. Die Geschäftsidee ist schnell erklärt: Sie rettet alte Möbelstücke vor dem Sperrmüll. Ob Kommoden, Tische, Truhen, Schränke – Pellenat nimmt sie alle in ihre Obhut und arbeitet eins nach dem anderen auf. Ein neues Stuhlbein hier, ein neuer Türknauf da, etwas frische Farbe und Öl für die Scharniere und schon versprüht so manches Schmuckstück aus vergangenen Jahrzehnten einen neuen Charme. Aus alt mach neu. Ein bewährtes Prinzip, dass im Zeitalter der Massenproduktion viele vergessen zu haben scheinen.

Jedes Möbelstück erzählt eine Geschichte. Und es ist schön, so etwas zu erhalten und wieder nutzbar machen zu können.

Grund genug, mal ausführlich darüber zu reden. Im Thüringentalk Montag, 3. September 2018 um 23 Uhr auf ANTENNE THÜRINGEN sprechen wir mit Olivia Pellenat über die Liebe zu alten Möbeln, die moderne Wegwerfkultur, aber auch über die Lust am handwerklichen Beruf. Denn obwohl Pellenat Architektur studiert hat, hing sie ihren Schreibtischjob an den Nagel. Lieber eine eigene Werkstatt, den Geruch von Holzspäne und das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun. Nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Erinnerungskultur. Häufig kommen nämlich Menschen zu ihr in die Werkstatt, die sich von Omas altem Küchenbüffet einfach nicht trennen können. Auch das ist eine Form der Nachhaltigkeit.

Weitere Infos auf www.luise-de-veer.de.

Mehr Kurznachrichten aus Ihrer Region

auch mobil auf Ihr Tablet und Handy

Zu den Nachrichten

Das könnte Sie auch interessieren

Fotos