Antworten auf Ihre Fragen

Der große Corona Impftag

Impfen. Foto: Pixabay
Impfen. Foto: Pixabay
Am großen Impftag am Donnerstag, 27.05.2021, haben wir mit Experten gesprochen.

Hier gibt es ihre Antworten zum Nachhören.


Prof. Pfister

Prof. Pfister

Professor Pfister, 1948 in Ilmenau geboren, studierte an der Medizinischen Akademie Erfurt, wo er auch 1977 promovierte. Er erwarb 1979 den Facharzt für Mikrobiologie. Nach der Habilitation folgten zunächst die außerplanmäßige und 1997 dann die Professur an der Universität Jena. Seit Oktober 2017 unterstützt er das Hygieneteam des Klinikum Weimar als hygienebeauftragter Arzt.

 

Die Antworten als Audio zum Nachhören und unter "Kurzgefasst" zum Nachlesen. Hinweis der Redaktion: Wir zitieren hier nicht wortwörtlich, sondern fassen die Aussagen kompakt für Sie zusammen.

Nebenwirkungen?

Prof. Dr. Wolfgang Pfister, Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemologe im Hufelandklinikum Weimar.

Diese Frage interessiert Sie am meisten. Welche Nebenwirkungen haben die Impfstoffe? Vor allem die Thrombose-Gefahr ist Ihr Thema.

Beim Impfstoff AstraZeneca hat es bei jungen Frauen unter 30 ernste Nebenwirkungen gegeben - allerdings in niedriger Anzahl. Deswegen empfiehlt die STIKO (Ständige Impfkommission), nur Menschen über 60 mit AstraZeneca zu impfen. Also Frauen unter 30 nicht, so Prof. Pfister. Bei Johnson & Johnson gilt im Prinzip das Gleiche. Frauen unter 30 wird der Impfstoff nicht empfohlen. Die beiden anderen Impfstoffe zeigen die gefährliche Nebenwirkung der Thrombose nicht.

 

Aus der Redaktion:
Nebenwirkungen kann es geben - muss es aber nicht. In der Regel spüren Sie aber auf jeden Fall schon mal den Einstich. Das fühlt sich bei einigen wie ein leichter Muskelkater an. Tipp: Wenn Sie Links- oder Rechtsschläger sind, wählen Sie dann den jeweils anderen Arm, um besser schlafen zu können.

Zu den klassischen Impfreaktionen zählen leichte Kopfschmerzen, Müdigkeit, leichte Temperatur oder auch Übelkeit. Diese Reaktionen sind nach 2-3 Tagen vorbei.

Und dann gibts noch die Impfkomplikationen. Dann gilt auf jeden Fall: Ab zum Arzt und checken lassen. Diese schweren Nebenwirkungen können nach dem 4. bis 16. Tag auftreten. Das können sein: Luftnot bzw. Kurzatmigkeit, Schmerzen in der Brust, starke & anhaltende Kopfschmerzen oder dicke Arme und Beine. Gut zu wissen: Im letzten Sicherheitsbericht vom Paul Ehrlich Institut gab es bei rund 28 Millionen Impfungen 50.000 Verdachtsfälle von Nebenwirkungen - das sind 0.18 Prozent.

Impfabstand von 3 auf 6 Wochen verlängert. Warum?

Prof. Dr. Wolfgang Pfister, Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemologe im Hufelandklinikum Weimar.

Das betrifft den Impfstoff BioNTech. Dahinter steckt eine simple Erklärung: Die Verlängerung von 3 auf 6 Wochen für die 2. Impfung schadet nicht oder beeinträchtigt auch nicht die Wirkung. Mann hat einfach festgestellt, dass eine Verlängerung möglich ist. Das hat den Vorteil: Man kann mehr Menschen zum 1. Mal impfen, weil in Zeiten der Impfmittelknappheit der Impfstoff dann noch zur Verfügung steht.

Ab wann wirkt die Corona-Impfung?

Prof. Dr. Wolfgang Pfister, Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemologe im Hufelandklinikum Weimar.

Der Impfschutz baut sich langsam auf, das ist bei allen Impfstoffen gleich. Nach der Impfung beginnt die Antikörper-Bildung etwa nach 14 Tagen. Wann der volle Schutz erreicht ist, kann man nicht auf den Tag genau sagen, das ist auch von Mensch zu Mensch anders, so Prof. Pfister.

 

Aus der Redaktion:

Das heißt, kurz nach der Impfung hat man so gut wie noch keinen Schutz und den maximalen Impfschutz hat man, je nach Impfstoff, etwa 10-14 Tage nach der zweiten Impfung. Bei Johnson&Johnson – dieser Impfstoff wird ja nur ein Mal verimpft – wird dieser bestmögliche Effekt mit einem Schutz vor mittleren und schweren Covid-19-Verläufen 28 Tage nach der Verabreichung erreicht. Quelle: www.impfen-gegen-corona.eu

Trotz Corona - keine Antikörper gebildet?

Prof. Dr. Wolfgang Pfister, Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemologe im Hufelandklinikum Weimar.

Dieser Fall ist eine absolute Rarität. Anonym kam folgende Frage: Ich habe Corona gehabt. Bei einem freiwilligen Antikörpertest wurde jetzt festgestellt, dass ich keine Antikörper gebildet habe. Trotzdem sollen ja Genesene nur eine Impfung bekommen.

In diesem wirklich speziellen Fall gilt: Auch die zweite Impfung wäre sinnvoll. Besprechen sie das mit Ihrem Arzt. In der Regel ist es aber so, dass nach einer Infektion Antikörper gebildet werden.

Für Genesene heißt das jetzt auch nicht, dass ein Antikörpertest erforderlich ist. Denn dieser Fall ist wirklich eine Seltenheit.

Aus der Redaktion:

Genesene können sich impfen lassen. Auch wenn Sie schon Antikörper haben. Das ist weder gefährlich noch schädlich, aber eben nicht zwingend notwendig, so Prof. Pfister.

Impfabstand verkürzen?

Prof. Dr. Wolfgang Pfister, Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemologe im Hufelandklinikum Weimar.

Den Impfabstand zu verkürzen, um z.B. mit einem besseren Gefühl in den Urlaub starten zu können, kann Prof. Pfister grundsätzlich nicht empfehlen. Wann der komplette Impfschutz nach der 2. Impfung besteht, kann nämlich nicht auf das Datum genau gesagt werden. Es variiert von Mensch zu Mensch. Die zweite Impfung mit AstraZeneca zum Beispiel um 2 Wochen vorzuziehen, ist möglich und ist auch nicht gefährlich. Doch generell sollte man die Impfabstände nicht verkürzen, so die Empfehlung von Prof. Pfister. (Wer den Impfstoff auch noch beim 2. Mal wechseln möchte - sollte sich an die Impfabstandsempfehlung des ersten Impfstoffes halten)

Allergiker & Hühnereiweiß?

Prof. Dr. Wolfgang Pfister, Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemologe im Hufelandklinikum Weimar.

Karin aus Erfurt ist Allergikern und reagiert auf Hühnereiweiß. Daher hat sie Angst vor der Impfung. Ist die Angst berechtigt?

Nein, da kann ich sie beruhigen, so Prof. Pfister. In allen Corona-Impfstoffen ist kein Hühner-Eiweiß verwendet worden.

Nach 6 Monaten auffrischen?

Prof. Dr. Wolfgang Pfister, Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemologe im Hufelandklinikum Weimar.

Müssen wir bei der Corona-Impfung damit rechnen, in 6 Monaten uns eine Auffrischung holen zu müssen?

Das kann man jetzt noch nicht 100-prozentig beantwortet. Weder mit einem Ja noch mit einem Nein, aber ein MÖGLICH. Ob das alle 6 Monate ist oder wie bei der Grippe-Impfung einmal im Jahr, das werden die Untersuchungen ergeben. Aber derzeit sind alle Meldungen darüber in Netz mit Vorsicht zu behandeln, denn es liegen noch keine Ergebnisse vor. Fakt ist: Die Impfhersteller richten sich aber darauf ein, auch künftig größere Mengen der Impfstoffe vorrätig zu haben.

Bei Impfung Impfstoff ausgelaufen

Prof. Dr. Wolfgang Pfister, Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemologe im Hufelandklinikum Weimar.

Frau Betz aus Erfurt macht sich Sorgen um ihren Impfschutz. DENN bei ihrer 2. Impfung ist Impfstoff wieder ausgelaufen. Nach dem Pieks kam nach ihrer Aussage ziemlich viel Flüssigkeit mit Blut wieder aus der Einstichstelle.

 

Einen Schutz hat Frau Betz schon, entwarnt Prof. Pfister. Der besteht ja bereits seit der 1. Impfung. Aber in diesem Fall ist die Impfung natürlich nicht optimal gelaufen. Wenn sehr viel "daneben" gegangen ist, wäre eine Impfwiederholung angebracht. Reden sie bitte mit ihrem Arzt darüber. Die Wiederholung der Impfung ist auch nicht belastender oder gefährlich.

1 Mal impfen, 2 Mal impfen. Warum gibt's Unterschiede?

Prof. Dr. Wolfgang Pfister, Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemologe im Hufelandklinikum Weimar.

Johanna aus Gera fragt: Warum braucht man bei dem Wirkstoff Johnson & Johnson nur eine Impfung, bei den anderen aber zwei?

 

Das hängt eben von der Konzentration und aller Inhaltsstoffe ab. Bei den Untersuchungen zur Zulassung des Impfstoffes hat man dann festgestellt, ob ein Impfstoff schon nach einer Injektion die nötige Antikörpermenge entwickeln lässt oder nicht. Das macht einen Impfstoff generell nicht besser oder schlechter - es liegt schlicht an der Zusammensetzung. Wenn Sie natürlich nur einmal geimpft werden wollten, dann können Sie das mit Johnson & Johnson, aber vermutlich müssen Sie dann auch eine längere Wartezeit in Kauf nehmen.

Trotz Impfung in Quarantäne?

Prof. Dr. Wolfgang Pfister, Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemologe im Hufelandklinikum Weimar.

Das ist tatsächlich möglich. Der Fall: Sie und Ihre Kollegen sind durchgeimpft. Einer erkrankt an Corona und alle müssen in Quarantäne. Dazu entschließen sich die Gesundheitsämter, wenn es sich bei dem Corona-Virus um eine neue gefährliche Mutation handelt wie die aus Indien.

PCR-Test vor Impfung?

Prof. Dr. Wolfgang Pfister, Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemologe im Hufelandklinikum Weimar.

Hörerfrage: Warum wird vor der Impfung nicht einfach ein PCR-Test gemacht, um Anti-Körper festzustellen und damit evt. die Impfung hinfällig zu machen?

Der PCR-Test zeigt nicht, ob sich Antikörper gebildet haben. Der Test stellt fest, ob Corona-Viren vorhanden sind und man sich also infiziert hat. Um Antikörper festzustellen, braucht es einen Antikörpertest. Dieser Test wird nicht von der Krankenkasse bezahlt. Es sprechen im wesentlichen zwei Gründe dagegen: Der Test würde den Impfplan erheblich verlängern und die Kosten in die Höhe treiben.

Aus der Redaktion

Sie müssen wissen: Die Antikörper-Tests beweisen - Stand JETZT der medizinischen Wissenschaft -  nicht, ob jemand imun gegen Covid19 ist.

Sie werden daher auch nicht von der Krankenkasse bezahlt.

Mehr zum Verständnis:

Antikörper kommen im Blut vor. Sie sind die Immunantwort des Körpers.Wenn in einem Testverfahren Antikörper im Blut oder Blutserum nachgewiesen werden,gilt das als sicheres Zeichen, dass der oder die Betroffene die jeweilige Krankheit in sich hatte oder noch hat. Wenn nun der gleiche Erreger nochmal in den Körper eindringt, können diese Proteine in der Regel den bekannten Erreger stoppen.Fachleute gehen davon aus, dass Menschen, die eine Infektion mit dem neuen Coronavirus durchgemacht und Antikörper gebildet haben, danach zumindest eine Zeit lang immun sind. Erwiesen ist die Immunität bei COVID-19 bisher jedoch nicht (WHO). Bei SARS-CoV2 sind zudem spezielle Zeiten zu beachten. Kurz: ein idealer Zeitpunkt für den Antikörpertest liegt demnach zwischen der zweiten und vierten Woche nach den ersten Symptomen.

Die Gefahr: Menschen, die diesen Test machen, glauben, die Krankheit bereits durchgemacht zu haben, und eine gewisse Immunität zu besitzen. Das kann eine trügerishe Sicherheit sein, denn ob sie immun sind, ist nicht eindeutig erwiesen.

Daher empfehlen Ärzte und Wissenschaftler derzeit: Impfen lassen, um sich wirklich sicher zu sein.

Mehr zum Thema https://www.igel-monitor.de/igel-a-z/igel/show/covid-19-antikoerpertests.html

Dirk Rühling Foto Facebook

Dirk Rühling, Kinderarzt aus Weimar und Sprecher des Thüringer Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

»Facebookseite

Kann sich eine stillende Mutter impfen lassen?

Dirk Rühling, Kinderarzt aus Weimar und Sprecher des Thüringer Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

Grundsätzlich ja, medizinisch spricht nichts dagegen.

Wieso Kinder bei einem meist milden Verlauf überhaupt schon impfen lassen?

Dirk Rühling, Kinderarzt aus Weimar und Sprecher des Thüringer Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

Momentan wird nicht über Kinderimpfungen gesprochen, sondern Impfungen für Kinder ab dem 12. Geburtstag. Wahrscheinlich werden diese Jugendlichen aus medizinischer Sicht die Impfungen genauso vertragen wie Erwachsene allerdings teilt uns die STIKO mit, es fehlt hierzu an Daten. Politisch muss diese Frage auch noch geklärt werden.

Warum wird zwischen Erwachsenen und Kindern unterschieden?

Dirk Rühling, Kinderarzt aus Weimar und Sprecher des Thüringer Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

Es gibt Unterschiede, neben rechtlichen und ethischen Unterscheidungen geht es beispielsweise um den Gewichtsunterschied und die damit verbundene andere Impfdosis. Außerdem haben Kinder ein noch nicht voll entwickeltes Immunsystem.

Müssen vollständig geimpfte Eltern in Quarantäne, wenn das Kind krank wird?

Dirk Rühling, Kinderarzt aus Weimar und Sprecher des Thüringer Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

Nein, zwei Wochen nach der vollständigen Immunisierung ist man von der Quarantäne befreit.

Gibt es schon einen Impftermin für Kinder oder mögliche Priorisierungsgruppen?

Dirk Rühling, Kinderarzt aus Weimar und Sprecher des Thüringer Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

Nein, für Jugendliche und Kinder unter 16 Jahren gibt es das noch nicht.

Ist eine Vollmacht der Eltern notwendig?

Dirk Rühling, Kinderarzt aus Weimar und Sprecher des Thüringer Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

Bei Kindern muss ein anwesender Elternteil zustimmen. Ab einem Alter von 18 Jahren ist keine Einverständniserklärung der Eltern mehr notwendig. Zwischen dem 16. und dem 18. Lebensjahr gibt es einen Graubereich. Wenn dem Arzt keine Informationen zu einer möglichen Verweigerung der Eltern vorliegen, kann sich ein Jugendlicher über 16 Jahre allein und ohne die schriftliche Genehmigung der Eltern impfen lassen.

Wie werden Kinderimpfstoffe getestet?

Dirk Rühling, Kinderarzt aus Weimar und Sprecher des Thüringer Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

Es gibt hier noch keine genauen Informationen. Noch ist auch unklar, wie sinnvoll die Impfung für Kinder ist.

Warum Impfen, wenn man wieder krank werden kann?

Dirk Rühling, Kinderarzt aus Weimar und Sprecher des Thüringer Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

Bei den über 16-Jährigen ist nachgewiesen, dass nur einer von zwanzig keinen ausreichenden Impfschutz hat nach zwei Impfungen. Als Vergleich - die saisonale Grippeimpfung hat in manchen Jahren gerade einmal 25% bis 50% Wirksamkeit. Wenn viele Personen geimpft werden, gibt es die Herdenimmunität und eine geringe Wahrscheinlichkeit sich anzustecken.

FAQ

Impfstoffe

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen den Impfstoffen?

Die Impfstoffe von Biontech und Moderna sind mRNA-Impfstoffe. Diese enthalten Teile der Erbinformation des Virus in Form von Boten-RNA (messenger mRNA). Körperzellen erhalten so einen Bauplan für diese Teile des Virus und bauen sie nach. Darauf reagiert das Immunsystem und bildet einen Immunschutz. Wenn der Geimpfte später mit dem Coronavirus in Berührung kommt, wird es vom Immunsystem erkannt und bekämpft. Die mRNA aus dem Impfstoff bleibt nicht im Körper, sondern wird kurz nach der Impfung abgebaut.

Der Impfstoff von AstraZeneca ist ein Vektorimpfstoff. In diesem Fall dient ein abgeschwächtes, für den Menschen harmloses Virus als Transportmittel (Vektor) für Teile der Erbinformation des Virus. Auch hier erhalten Körperzellen einen Bauplan für diese Teile des Virus und bauen sie nach. Darauf reagiert das Immunsystem und bildet einen Immunschutz. Wenn der Geimpfte später mit dem Coronavirus in Berührung kommt, wird es vom Immunsystem erkannt und bekämpft. Vektorimpfstoffe sind bereits erprobt um und kommen beispielsweise zum Schutz gegen Ebola zum Einsatz.

Übersicht Impfstoffe: mRNA und Vektorimpfstoff

Übersicht Impfstoffe: in Deutschland zugelassene Impfstoffe

Es gibt einen ganz praktischen Tipp: Kein enges Hemd oder langärmelige Bluse anziehen, sonst müssen Sie sich nämlich oberkörperfrei machen. Das ersparen Sie sich, wenn sie etwas Weites anziehen, bei dem sie leicht den Ärmel bis ganz nach oben krempeln können. Der Pieks kommt in den Oberarm. Ansonsten: Impfpass und Chipkarte Krankenkasse dabei haben.
Hier besteht noch keine Klarheit, es ist allerdings jetzt schon gewiss, dass die Impfung nicht lebenslang halten wird und dass sie bei älteren Menschen weniger lang hält als bei jungen Menschen. Insofern ist zu erwarten, dass bei älteren Menschen möglicherweise schon in diesem Jahr eine dritte Impfung als Auffrischimpfung empfohlen wird. Meine persönliche Prognose ist, dass wir auch für alle Erwachsenen im Laufe der nächsten Jahre immer wieder leicht veränderte Impfungen diskutieren werden, allerdings glaube ich nicht, dass wir auf Jahrzehnte hinaus gegen Corona impfen. Ich denke viel mehr, dass sich im Laufe der Zeit in unserer Bevölkerung eine ganz gute Teilimmunität gegen das Coronavirus und seine Varianten entwickelt, sodass nach wie vor Erkrankungen, Infektionen sowieso und in Einzelfällen Todesfälle auftreten werden, aber deutlich weniger, als wir das zurzeit sehen. Quelle: www.impfen-gegen-corona.eu
Nein. Zumindest muss er Sie nicht freistellen. Impfen wird behandelt wie ein ganz normaler Arztbesuch. ABER - es gibt ein ABER. Wenn das Impfzentrum Ihnen einen Termin zuweist, dann ist das die Ausnahme und stützt sich auf Paragraf 616 im BGB. 
Erst nach der 2. Impfung und dann so ungefähr 14 Tage danach. Aber auch mit der 2. Impfung könnten Sie sich theoretisch immer noch anstecken - allerdings ist das Risiko gering und liegt in Deutschland derzeit bei 0,16 Prozent. Ein Restrisiko bleibt also immer, aber das RKI geht davon aus, dass Druchgeimpfte bei der Verbreitung des Virus so gut wie keine Rolle mehr spielen.
Hier hinter steht ja die Angst, es könne vielleicht erst in vielen Monaten oder Jahren eine Erkrankung auftreten, die auf die Impfung zurückzuführen ist, aber eben erst nach langer Zeit auftritt. Tatsächlich ist es aber so, dass bei Impfungen, wenn überhaupt Komplikationen auftreten, diese relativ kurz nach der Impfung entstehen, also wenige Tage bis Wochen danach. Der Grund dafür ist, dass die Impfung ja nur einmalig erfolgt und nicht wie ein Medikament über Monate oder Jahre verabreicht wird und sich dann durch die ständige Gabe ab einer bestimmten Menge eine Komplikation einstellen kann. Impfkomplikationen sind, Gott sei Dank, sehr selten, wurden aber schon beobachtet, zum Beispiel bei der Impfung gegen die Schweinegrippe. Auch hier trat die Komplikation, nämlich eine bestimmte Form der Schlafstörung (Narkolepsie), sehr bald nach der Impfung auf. Was allerdings eine gewisse Zeit dauern kann, ist, den Zusammenhang zwischen Störung und Impfung zu erkennen, denn meist handelt es sich um Symptome, die auch anderweitig auftreten können, und so muss der Zusammenhang mit der Impfung erst in aufwändigen Studien nachgewiesen werden. Keine andere Impfung ist in so kurzer Zeit so unglaublich vielen Millionen Menschen verabreicht worden wie die Impfungen gegen Sars-CoV-2. Insofern liegen bereits jetzt enorm viele Daten vor. Einen Anlass zur Sorge enthalten sie nicht. Quelle: www.impfen-gegen-corona.eu
Am 24. Mai 2021 wurden in Deutschland 287.574 Impfdosen verabreicht. Damit sind nun 11.896.572 Personen (14,3 % der Gesamt­bevölkerung) vollständig geimpft. Insgesamt haben 33.629.271 Personen (40,4 %) mindestens eine Impf­dosis erhalten.

Wir in Thüringen belegen derzeit Platz 3 im Länderranking bei den vollständig Geimpften. Bei den Erstimpfungen dagegen liegen wir auf dem drittletzten Platz.

 

 

Die aktuellen Daten gibt es auf der Seite des Robert Koch-Instituts und beim Impfdasboard.

Sie haben Corona überstanden und fragen sich jetzt, WANN kann ich mich impfen lassen? Das RKI empfiehlt, mindestens 6 Monate nach der Genesung zu warten.
WIE OFT muss ich geimpft werden? Für Genesene reicht laut RKI eine Impfung. Für diese einfache Impfung können alle zugelassenen Impfstoffe (Biontech oder Astra Zeneca) genutzt werden.
Die Terminvergabe ist online über die Webseite www.impfen-thueringen.de möglich oder auch telefonisch unter der Nummer 03643/4950490.
 
Dazu unser Experte Veit Malolepsy on der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen (KVT). Natürlich wünschen sich viele Menschen, dass sie irgendwie einen Hinweis bekommen, so ab jetzt gibt es wieder Termine für die Impfstellen, die für mich infrage kommen. Man kann auf der Internetseite news.impfen-thueringen.de einfach eine Nachricht bestellen, wann wieder Impftermine vergeben werden. Dann bekommt man eine Meldung wie z.B.: Achtung in Erfurt oder in Hildburghausen da stehen wieder Impftermine zur Verfügung und können vergeben werden.


Was Sie über die Impfzentren wissen sollten, finden Sie hier auf der ANTENNE THÜRINGEN Serviceseite: So funktioniert das Impfen

Studien, in denen die bekannten Impfstoffe bei Kindern und Jugendlichen getestet werden, laufen schon seit einiger Zeit. Die Ergebnisse sprechen bislang dafür, dass auch hier bald mit den bereits zugelassenen Impfstoffen gearbeitet werden kann. Allenfalls ist bei den ganz jungen Kindern, also unter 12 Jahren, eine Dosisanpassung nötig, zunächst wird es aber nur die Zulassungserweiterung für Kinder im Alter von 12 bis 15 Jahren geben. Die Anträge dazu sind bereits eingereicht, unter Umständen kann eine erweiterte Zulassung jetzt sehr schnell erteilt werden. Quelle: www.impfen-gegen-corona.eu
Den gibt es in Thüringen als Pilotprojekt von der Kassenärztlichen Vereinigung. Aber Vorsicht: In anderen Bundesländern wird er noch nicht akzeptiert - also für den Besuch in Bayern, Sachsen oder oder... den ganz normalen Impfausweis einpacken.

Der digitale Impfnachweis für das Smartphone soll ab Ende Juni bundes- und europaweit eingeführt werden. Er bleibt ein freiwilliges und ergänzendes Angebot. Wer kein Smartphone besitzt oder den Nachweis nicht digital vorlegen möchte, kann auch weiterhin den gelben Papier-Impfpass nutzen.

Wie funktioniert er? Über einen QR-Barcode, den die Geimpften direkt abscannen können oder auf einem Papierausdruck mitbekommen und später bei Bedarf einlesen können. Eine kostenlose App namens CovPass und alternativ möglicherweise eine aktualisierte Version der Corona-Warn-App - speichert den digitalen Impfnachweis lokal auf dem Smartphone.

Ich hatte Corona - bin wieder gesund, so Sandra aus Weimar. Hat die Impfung für mich mehr Nebenwirkungen?

Nein, entwarnt Prof. Pfister. Mögliche Nebenwirkungen erhöhen sich nicht, wenn man bereits Corona hatte.

Eine Hörerin hat freiwillig einen Antikörpertest machen lassen, Den hat sie aus eigener Tasche bezahlt. Sie hat Antikörper gegen Covid19 nachgewiesen bekommen und möchte jetzt vom Gesundheitsamt die Bestätigung. Doch die gibt es nicht. Das klingt kompliziert und nach einem Einzelfall, denn Sie müssten ja vorher unbemerkt an Covid-19 erkrankt gewesen sein. Wir klamüsern es trotzdem mal auseinander.

Das Gesundheitsamt handelt korrekt nach den derzeitigen gesetzlichen Regelungen. (Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums vom 09.06.2020)

Sie müssen folgendes wissen: Die Tests beweisen - Stand JETZT der medizinischen Wissenschaft -  nicht, ob jemand immun gegen Covid19 ist.

Sie werden daher auch nicht von der Krankenkasse bezahlt.

Mehr zum Verständnis:

Antikörper kommen im Blut vor. Sie sind die Immunantwort des Körpers.Wenn in einem Testverfahren Antikörper im Blut oder Blutserum nachgewiesen werden,gilt das als sicheres Zeichen, dass der oder die Betroffene die jeweilige Krankheit in sich hatte oder noch hat. Wenn nun der gleiche Erreger nochmal in den Körper eindringt, können diese Proteine in der Regel den bekannten Erreger stoppen.Fachleute gehen davon aus, dass Menschen, die eine Infektion mit dem neuen Coronavirus durchgemacht und Antikörper gebildet haben, danach zumindest eine Zeit lang immun sind. Erwiesen ist die Immunität bei COVID-19 bisher jedoch nicht (WHO). Bei SARS-CoV2 sind zudem spezielle Zeiten zu beachten. Kurz: ein idealer Zeitpunkt für den Antikörpertest liegt demnach zwischen der zweiten und vierten Woche nach den ersten Symptomen.

Die Gefahr: Menschen, die diesen Test machen, glauben, die Krankheit bereits durchgemacht zu haben, und eine gewisse Immunität zu besitzen. Das kann eine trügerishe Sicherheit sein, denn ob sie immun sind, ist nicht eindeutig erwiesen.

Daher empfehlen Ärzte und Wissenschaftler derzeit: Impfen lassen, um sich wirklich sicher zu sein.

Mehr Infos: https://www.mds-ev.de/uploads/media/downloads/20_08_25_PK_IGeL-info_Covid19_AK-Tests.pdf

Geht. Es sei denn, Sie fühlen sich nicht gut. Aber nach der Impfung warten Sie ja eh bis zu einer halben Stunde beim Arzt oder Impfzentrum, damit Sie sich sicher fühlen können.

Da kursieren einige Gerüchte. Der Rat von offizieller Seite kommt vom RKI (Robert-Koch-Institut): "Nach der Impfung müssen Sie sich nicht besonders schonen. Sportliche Aktivitäten stellen generell kein Problem dar."  Es spricht also nichts dagegen. Hören Sie aber auf Ihren Körper. Der ist voll damit beschäftigt, Antikörper herzustellen und da werden Sie vermutlich keine Höchstleistungen von ihm abrufen können.
Ganz klar: besser nicht. Das gilt für jede Impfung, denn Ihr Körper muss ja gerade Hochleistung bringen, um Antikörper zu bilden.  Alkohol erschwert das. Also: ein, zwei Tage vorher und nachher weniger oder gar keinen Alkohol trinken.
Angekommen Sie haben nach der Impfung Kopfschmerzen, dann können Sie Paracetamol, Ibu & Co. dagegen einnehmen. Das RKI gibt sein Go für schmerzlindernde oder fiebersenkende Medikamente. Aber Bitte erst nehmen, wenn auch wirklich Nebenwirkungen auftreten und nicht vorsorglich.

Thüringen-Umfrage

 
 
Die Umfrage ist nur sichtbar, wenn Sie die Statistik-Cookies zulassen. Bitte akzeptieren Sie die Statistik-Cookies, um die Umfrage sehen zu können.

Impfen gegen Corona

Das könnte Sie auch interessieren

Fotos