Statt Ausgangsperre & Co

Alternativen zum Lockdown

Modellprojekte vs. Notbremse. Foto adobestock
Modellprojekte vs. Notbremse. Foto adobestock
Autor: ES | Datum: 22.03.2021
Wie können wir Corona ohne Lockdown schaffen? Wir stellen euch die Alternativen vor, die derzeit diskutiert oder getestet werden und sprechen mit den Machern dahinter. #lockdown #alternativen #außengastronomie #ostern #geschäfte

Statt Notbremse und Lockdown-Verlängerungen - Öffnungen und fast "normales Leben". Wie soll das gehen? Erfurt, Tübingen in Baden-Württemberg oder Augustusburg in Sachsen versuchen es.

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ANTENNE THÜRINGEN Nachgefragt

 

 

Modellversuche

  • Was? Die QR-Code-Methode
  • Wo? Sachsen /Augustusburg
  • Wann? Evt. ab 1. April
  • Wie? Alles wieder für Touristen auf - also Gastro, Hotels und Freizeiteinrichtungen. Man registriert sich online, erhält einen QR-Code fürs Handy oder zum Ausdrucken und geht damit ins Testzentrum. Wer ein negatives Ergebnis erhält, kann drei Tage lang alle teilnehmenden Einrichtungen besuchen, Geschäfte, Restaurants, Sportvereine. Der QR-Code ist dann eine Art Eintrittskarte: einfach an der Eingangstür einscannen und reingehen. 60 Einrichtungen sind vorerst dabei.
  • Wer macht? Covid.Ex-Projektkoordinator Erik Schulze hat den Antrag an Gesundheitsministerium und Landratsamt geschickt.
  • Wie stehen die Chancen? „Mir ist es wichtig, dass solche Modellprojekte durchgeführt werden", so die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping. Dirk Neubauer, (SPD) Jahrgang 1971, ist seit 2013 Bürgermeister der Kleinstadt. Er will das Modellprojekt ermöglichen.
Dirk Neubauer

Über diese Möglichkeit haben wir mit dem Bürgermeister von Augustusburg Dirk Neubauer, gesprochen.

Wie funktioniert Ihre digitale Lösung?

Wie genau soll das Ganze praktisch umgesetzt werden?

Das Konzept steht, hat der Pilotversuch bereits gestartet?

No Covid

Prof. Dr. Dr. h.c. Clemens Fuest

Wir haben den Präsidenten des Leibnitz-Instituts für Wirtschaftsforschung Prof. Dr. Dr. h.c. Clemens Fuest zur Alternative "No Covid" befragt.

Warum ist dieses Konzept die bessere Alternative?

Was kann man sich unter diesem Konzept vorstellen?

Gibt es Orte, an denen "No Covid" schon durchgeführt wird?

Fußballspiel mit Tests

Die Zulassung von Zuschauern bei Hansa Rostock nach fast fünfmonatiger Pause zieht das Interesse anderer Sportklubs auf sich. Welche alternativen Wege geht Rostock?

Ulrich Kunze, Pressesprecher der Hansestadt.

  • Was? Ladenöffnung von Montag bis Donnerstag
  • Wo? Erfurt/Innenstadt
  • Wann? Antrag geht zum Gesundheitsministerium
  • Wie? Grundvoraussetzung: Die Sieben-Tage-Inzidenz muss eine Woche unter 100 bleiben. Kunden brauchen einen negativen Schnelltest. Mit dem holen sie sich ein Bändchen.  Damit kommen sie dann in die Geschäfte. Auch die Mitarbeiter der Geschäfte müssen ein tagesaktuelles negatives Corona-Testergebnis haben.
  • Wie stehen die Chancen? Der OB steht dahinter: "Das Erfurter Modell ist in Pandemiezeiten der Weg zurück zu einem Stückchen Normalität, nämlich zu offenen Geschäften und Läden und später auch Gaststätten», Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD).

Zudem plant die Stadt für die kostenlose Schnelltests Apotheken und Arztpraxen einzubinden - einige hätten sich dazu schon bereit erklärt, sagte ein Sprecher der Stadt. Teststellen sollen im Stadtgebiet verteilt sein, allerdings baue die Verwaltung selbst keine Testzentren auf.

  • Was? Ladenöffnung vor Ostern vom 29. bis einschließlich 31.03.
  • Wo? Weimar/Innenstadt
  • Wann? Antrag geht zum Gesundheitsministerium
  • Wie? Grundvoraussetzung: Negativer Corona-Schnelltest
  • Wie stehen die Chancen?  "Dafür sind wir gut aufgestellt", so OB Kleine. "Weimar hat eine vergleichsweise geringe Sieben-Tage-Inzidenz, die Schnelltestkapazitäten werden gut genutzt und auch die Luca-App zur Kontaktnachverfolgung steht in Kürze zur Verfügung".

Zumindest kurzzeitig sollen Geschäfte und auch das Bauhausmuseen in Weimar noch vor Ostern für Kunden und Besucher öffnen dürfen. Das entsprechende Konzept zur Öffnung auch in der Pandemie wurde angepasst, sagte heute Oberbürgermeister Peter Kleine. So wurde der Zeitraum verkürzt - von fünf auf drei Tage. Läden und das Bauhausmuseum sollen demnach vom 29. bis einschließlich 31. März öffnen dürfen. Dafür sind wir gut aufgestellt, so Kleine. Weimar hat eine vergleichsweise geringe Sieben-Tage-Inzidenz, die Schnelltestkapazitäten werden gut genutzt und auch die Luca-App zur Kontaktnachverfolgung steht in Kürze zur Verfügung. Sollte sich das Konzept bewähren, könnte es auch bei Cafés und Restaurants Öffnungen geben.

Gelobt wurde das Weimarer Modell heute auch von Ministerpräsident Bodo Ramelow. Voraussetzung ist allerdings die Zustimmung des Gesundheitsministeriums. Eine Stellungnahme steht noch aus.

Um in Geschäfte und das Museum zu kommen, ist ein negativer Corona-Schnelltest Grundvoraussetzung. Dafür werden in der Stadt insgesamt neun Testzentren eröffnet. Auch der Nachweis einer doppelten Corona-Impfung ist als Voraussetzung möglich. Ausgenommen von diesen Nachweisen sind Kinder bis 13 Jahren. Zudem sollen sich Besucher mit der Luca-App zur Kontaktnachverfolgung registrieren. In den Läden und im Museum gelten weiter allgemeine Hygiene- und Abstandsregeln.
Stand 23.03.2021

  • Was? Außengastro wieder auf
  • Wo? Rheinland-Pfalz
  • Wann? Ab 29.03.
  • Wie? In Regionen mit einer Inzidenz von unter 100. Nur im Außenbereich und mit Corona-Schnelltest
  • Wer? Ministerpräsidentin Dreyer hat den Vorschlag gemacht
  • Wie stehen die Chancen? Gut, weil die Landeschefin dahinter steht „Weil wir ganz Deutschland nicht für weitere Monate komplett abriegeln können, setzen wir in Rheinland-Pfalz darauf, auch regionale Lösungen zu finden".
  • Was? Konzerte wieder mit Publikum
  • Wo? Berlin/ Philharmonie
  • Wann? 20.03.2021
  • Wie? 1000 Besucher -  bei 2449 Plätzen. Einlass mit Coronatest. Maskenpflicht während des ganzen Konzerts. Besucher ohne Tests konnten sich direkt vor Ort testen lassen(eigenes Test­zentrum eingerichtet)
  • Wer macht? Pilotprojekt des Berliner Kultursenats
  • Wie stehen die Chancen? Projekt wurde durchgezogen.
  • Was? Alles offen.
  • Wo? Unistadt Tübingen in Baden-Württemberg
  • Wann?  Modelversuch läuft seit Mitte März
  • Wie? Mit dem Schnelltest kommt man in die Geschäfte. Um das zu ermöglichen, gibt es acht Schnelltest-Stellen in der Stadt.
  • Wie stehen die Chancen?  Forscher der Universität Tübingen begleiten das Projekt. Etwa 5000 Tests werden in der Stadt mit 90.000 Einwohnern täglich durchgeführt, und jeden Tag würden es mehr. Einer von tausend sei im Schnitt positiv. Der grüne Oberbürgermeister Boris Palmer wird schon als der Coronamanager der Republik gefeiert.

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