Hirschlaus & Kriebelmücke

10 Fakten über Mücken

Foto adobestock
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Autor: ES | Datum: 26.07.2021
Mücken sind tödlicher als Haie und die Hirschlaus ist so etwas wie eine "fliegende" Zecke. #hirschlausfliege #mücke #fliegen #zecken #blutsauger #kriebelmücke

Einfache Faustregel: Mehr Promille = mehr Mückenstiche. Richtiger Sitznachbar = keine Mücke

10 Mücken-Fakten 

  1. Alkohol zieht Mücken an
  2. Mücken wählen ihr Opfer nach Geruch (Licht spielt keine Rolle). Sie sind "Nasentiere". 
  3. Süßes Blut gibt es nicht! Sie entscheiden nach Haut - und Atemgeruch. Die Mischung von Stoffen wie Milchsäure, Ammoniak und Fettsäuren entscheidet, ob ein Mensch bevorzugt gestochen wird oder nicht. Also: Sitznachbar, der oft gestochen wird, ist der beste. 
  4. Knoblauch-Essen bringt nix
  5. Mücken sind tödlicher als Haie. Einige Arten übertragen tödliche Krankheiten wie Malaria oder das Dengue-Fieber. Daran sterben mehr Menschen als durch Hai-Angriffe
  6. Nur die weiblichen Mücken stechen. Die brauchen das Blut für die Eier-Produktion.
  7. Die Männchen stechen nicht und leben von Blumennektar.
  8. Mücken fliegen langsamer als fast alle anderen Insekten. Deswegen können wir sie auch mit Kissen und Latschen treffen.
  9. Eine Mücke summt nicht, sondern das Geräusch kommt von ihren schlagenden Flügeln. Sie schlägt die  Flügel durchschnittlich 300 bis 600 Mal pro Sekunde. (Ein Kolibri schlägt seine Flügel nur etwa 80 Mal pro Sekunde).
  10. Jede Pfütze im Blumentopf kann zur Brutstätte werden. Mücken brauchen nämlich nicht viel Wasser - sogar die Wasserschalen für Haustiere werden gerne genommen. Also: Auch die noch so kleinste Wasserstelle am Haus vermeiden. Denn Mücken sind "Heimscheißer". Sie bleiben dort, wo sie geboren wurden.

Blutsauger-Steckbriefe

Kriebelmücke, Foto: The original uploader was Head at German Wikipedia.Later versions were uploaded by Aka at de.wikipedia. / Public domain

Kriebelmücke

So sieht sie aus:
Die Kriebelmücke ist eine kleine buckelige Fliege mit scharfen Beißzähnen. Sie ist etwa zwei bis sechs Millimeter groß und sieht auf den ersten Blick aus wie eine ganz normale Fliege. Ursprünglich stammen die Insekten aus Skandinavien. Mittlerweile sind in Deutschland rund fünfzig verschiedene Arten bekannt.

So beißt sie:
Kaum spürbar landet sie auf der Haut beißt dann zu. Das merken wir erst, wenn sie vollgefressen wieder weg ist. Der Trick: Sie fliegt geräuschlos und ist ein sogenannter Poolsauger. Pool? Ein Pool aus Blut. Sie beiße eine kleine Wunde in die Haut,  in der sich das Blut sammelt und das sie dann absaugt.

Wie gefährlich?
Sie übertragen keine Krankheiten. ABER der Biss juckt - der Mensch kratzt und dann kann es zu Infektionen kommen. Im schlimmsten Fall eine Blutvergiftung.

Gebissen und jetzt?
Nicht aufkratzen (fällt schwer). Kühlen hilft. Außerdem anti-allergische Gele oder Cremes. (s. auch Empfehlungen Stiftung Warentest unten).

wikipedia  CC BY 3.0

Hirschlausfliege

So sieht sie aus:
Oberfieser Parasit aus dem Steckmücken-Clan. Die Hirschlausfliege ist rund fünf Millimeter klein und ähnelt einer Zecke mit Flügeln. 

So beißt sie:
Den Biss selbst spüren wir erst einmal nicht. Der dauert etwa 15 bis 20 Minuten. Sie hakt sich mit ihren 6 Beinen und den Stechrüssel fest. Dabei kann das kleine Biest mehrfach zubeißen. Sie landet besonders gerne im Nackenbereich, wirft ihre Flügel ab und beißt sich dann fest. Neben Hirsch, Hund und Pferd - steht auch der Mensch auf dem Speiseplan.  Jetzt wirds eklig: Der Parasit bleibt bis zu 13 Monate auf uns hocken und bekommt auch die Nachkommen auf dem Wirt. 

Ist sie eine Zecke?
Nein, aber sie ähnlich der Zecke. Sogar ihr Körper schwillt beim Blutsaugen an wie der einer Zecke. Im Gegensatz zu Zecken haben Lausfliegen nicht acht, sondern sechs Beine. Nicht zuletzt krabbeln sie sehr viel schneller als die behäbigen Zecken.

Wie gefährlich?
Das weiß man nicht genau. Gerüchte, dass ihr Biss den Herzmuskel entzündet, kann die Forschung nicht bestätigen. ABER Ausschlag und Juckreiz - auch Eiter und Fieber sind nachgewiesen. Auslöser ist das Bakterium Bartonella schoenbuschensis. 

Gebissen und jetzt?
Im Gegensatz zur Zecke bohrt sie sich nicht mit dem Halben Körper ins Opfer. Daher kann sie "einfacher" entfernt werden. Wenn Sie den Verdacht haben, die Hirschlausfliege am Nacken oder Kopf eingefangen zu haben, dann hilft zuerst einmal Duschen. Bei Haustieren bekommt man sie einem feinen Kamm (Flohkamm) aus dem Fell. Mit einem Klebeland kann man sie auch abziehen. Und auch beim Tier gilt: Kräftig abduschen. 

Funfakt: Kein Neuling unter den Vampiren
Sie plagt uns schon seit der Steinzeit. Den Beweis hat Ötzi, die Gletschermumie gebracht. Auf dem wurden Überreste der Fliege gefunden. 

Das hilft gegen Mücken und Zecken

»Aktuelle Ergebnisse Stiftung Warentest

» Karte - Zeckenrisikogebiete

 

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