Manuela Hochstein vom Suchtzentrum im ThüringenTalk

Gemeinsam in eine drogenfreie Zukunft

Manuela Hochstein (links) beim ANTENNE THÜRINGEN Spendenmarathon, Foto ANTENNE THÜRINGEN
Manuela Hochstein (links) beim ANTENNE THÜRINGEN Spendenmarathon, Foto ANTENNE THÜRINGEN
Autor: Maribel De La Flor | Datum: 02.01.2017
Suchtkranke Frauen und ihre Kinder sollen wieder eine Beziehung aufbauen.

Ein stationäres Suchtzentrum für drogenabhängige Frauen und ihre Kinder - das gibt es nur einmal in Thüringen. Und zwar in Trockenborn-Wolfersdorf im Saale Holzland Kreis. Das Suchthilfezentrum für Mutter und Kind ist Teil des Wendepunkt e.V., der verschiedene Förder- und Hilfsprojekte für Erziehung und Bildung auf die Beine stellt.

Kinder sind oftmals die größten Motivatoren für die Frauen, um die Sucht zu bekämpfen. 

Einrichtungsleiterin Manuela Hochstein liegt dieses Projekt sehr am Herzen. Das Ziel des Suchthilfezentrums für Mutter und Kind ist, suchtkranke Mütter und deren Kinder auf eine gemeinsame drogenfreie Zukunft vorbereiten. Vor allem die Bindungs- und Beziehungsgestaltung zwischen Mutter und Kind soll unterstützt werden. Den Kindern wird in Einrichtung ein geschützter Raum geboten, in dem sie Kindsein können.

Suchthilfezentrum für Mutter und Kind in Wolfersdorf, Foto: Wendepunkt e.V.

Drogensucht ist immer unstrukturiert, es gibt keine Regeln und keine festen Zeiten im Tagesablauf. Um Struktur in das Leben der Frauen zu bringen, gibt es einen Wochenplan im Suchtzentrum. Die Mütter helfen zum Beispiel in der Küche oder treffen sich im Sitzkreis mit den anderen Frauen. Jede Woche gibt es auch persönliche Gespräche mit einer Suchtberaterin, um über Probleme und Fortschritte zu reden.

Manuela Hochstein (links) beim ANTENNE THÜRINGEN Spendenmarathon, Foto ANTENNE THÜRINGEN

Die Geschichten berühren und bewegen.

Die Mütter hatten meist eine sehr schwere Kindheit.  Sie wurden als Kind geschlagen oder sexuell missbraucht. Einige haben auch heute noch Gerichtsverhandlungen am laufen. Für Manuela Hochstein ist es wichtig, dass die Frauen mit den traumatischen Erfahrungen besser umgehen und die Vergangenheit irgendwann hinter sich lassen können. 

Die Frauen sollen sich wohl und geborgen fühlen.

Aktuell sind sieben Mütter und ihre Kinder stationär untergebracht. Bei jeder der kleinen Familien wird auf die unterschiedlichen Bedürfnisse eingegangen. Der Bedarf an Plätzen ist höher, es ist ja im Moment die einzige Einrichtung dieser Art in Thüringen. Für die Frühforderung der Sprösslinge fehlte ein Diagnosekoffer, um die individuellen Defizite aufzudecken und den Entwicklungsstand richtig feststellen zu können. Außerdem fehlt es an Arbeits- und Fördermaterialien entsprechend der Bedürfnisse der Kinder.

Umso größer war die Freude, als klar war, dass das Suchthilfezentrum eines der Projekte von Thüringen sagt JA zu Kindern ist. Manuela Hochstein freut sich über die Unterstützung.

Ich musste die E-Mail dreimal lesen, um das zu glauben. Ich freue mich so sehr darüber.

Hier können Sie für Thüringen sagt JA zu Kindern spenden.

Webseite Suchthilfezentrum