Revierförsterin Bärbel Ruder im Thüringen Talk

"Zu DDR-Zeiten sahen die Wälder eher traurig aus."

Bärbel Ruder, Foto: Privat
Bärbel Ruder, Foto: Privat
Autor: Christofer Hameister | Datum: 23.11.2017
Als Frau ist man im Forst bei uns in Thüringen zwar noch in der Minderheit, aber auch kein seltenes Exemplar mehr.

Nach fast 30 Jahren im Dienst macht ihr auch so schnell keiner mehr was vor. Schon als kleines Mädchen ist Bärbel Ruder mit ihrem Vater auf die Jagd gegangen. Er war auch Vollblutförster und ihr großes Vorbild. Doch der sah den Berufswunsch seines Töchterchens gar nicht so gern.

"Überleg dir das gut, es ist ein harter anstrengender Job", sagte mein Vater zu mir. Das schreckte mich jedoch nicht ab, sagt Bärbel Ruder

Bärbel Ruder, Foto: Privat

Voraussetzung für einen Studienplatz waren allerdings zwei Jahre Dienst in einer Schweinezuchtanlage. Die Arbeit dort war für die junge Frau so abschreckend, dass dann doch nur der Revierförster als Traumberuf übrig geblieben ist. Nach einer Lehre zum Forstfacharbeiter/Mechanisator folgte die Tätigkeit in einem Forstbetrieb. Und das war, sagt sie heute, das Beste was ihr als künftige Revierförsterin passieren konnte.

"Zu DDR-Zeiten sahen die Wälder eher traurig aus. Nur Fichten, Fichten, Fichten die wachsen schnell und das Holz wurde verschleudert. Heute hat sich die Natur den Wald wieder zurückerobert. Und wenn ich dann auf so ein besonders gelungene Fläche schaue, dann bin ich schon stolz."