404. Blindgänger in Nordhausen

So lief die Entschärfung

Bombe in NDH Jan Kätzschmann
Bombe in NDH Jan Kätzschmann
Autor: Maribel De La Flor | Datum: 04.09.2017
3.000 Menschen mussten am Sonntag ihre Wohnung verlassen, damit die Bombe erfolgreich entschärft werden konnte. Es lief alles glatt.

Alles glatt verlaufen

Zehn Tage vor der Entschärfung wurde die 549 Kilogramm schwere Bombe im Norden von Nordhausen gefunden. Knapp 250 Kilogramm Sprengstoff steckten in ihr. Der Sprengmeister hatte sich zunächst mit einem Bagger, dann per Schaufel zum Blindgänger vorgearbeitet. Die Bombe lag in 3,60 m Tiefe. Es verlief alles glatt und die Bombe konnte vor Ort unschädlich gemacht werden.

Evakuierung der Anwohner

Rund 3.000 Menschen, die im Umkreis von 800 Metern um die Fundstelle wohnen, mussten ihre Wohnung verlassen. Darunter waren auch die Bewohner von zwei Alten- und Pflegenheimen. Hätte die Bombe nicht vor Ort entschärft werden können, hätte sie auf einen anderen Platz gebracht werden müssen. Dann hätten weitere Häuser evakuiert werden müssen.

Bombe in NDH Jan Kätzschmann

In Nordhausen immer wieder Blindgänger

Dass eine Bombe in Nordhausen gefunden und unschädlich gemacht werden muss, ist nichts Ungewöhnliches. Es war bereits der 404. Blindgänger, der seit Kriegsende in und um Nordhausen unschädlich gemacht worden ist. Experten gehen davon aus, dass während des Kriegs insgesamt rund 6.000 Bomben über der Stadt abgeworfen wurden.

Entschärfung 800 Kilo Bombe in Nordhausen 2016