Bekannt durch Ostwind 3

Pferdetrainerin Kenzie Dysli

Bettina Ehrlich & Kenzie Dysli / Foto: Katrin Halle
Bettina Ehrlich & Kenzie Dysli / Foto: Katrin Halle
Autor: ANTENNE THÜRINGEN | Datum: 01.09.2017
Kenzie Dysli ist den meisten Menschen bekannt wegen der Filmreihe "Ostwind". Gerade kommt der dritte Teil des entzückenden Pferdefilms um den rassigen schwarzen Hengst Ostwind in die Kinos.

Kenzie Dysli treffe ich auf der Shadow Creek Ranch in Einöd bei Heldburg. Sie hat dort einen Kurs gegeben und Pferdebesitzern gezeigt, wie man seinem Pferd Zirkuslektionen wie den Spanischen Schritt oder Kompliment beibringen kann. Und das ohne Zwang oder gar Gewalt.

Kenzie Dysli ist den meisten Menschen bekannt wegen der Filmreihe "Ostwind". Gerade kam der dritte Teil des entzückenden Pferdefilms um den rassigen schwarzen Hengst Ostwind in die Kinos. Kenzie hat im Film die Schauspielerinnen hoch zu Pferde bei rasanten Ritten gedoubelt und noch viel wichtiger, sie hat die Pferde dazu gebracht, das zu tun was sie für den Film eben tun mussten. Dafür sind bei den Dreharbeiten vier verschiedene Pferde eingesetzt worden. Und weil die nicht alle so schwarz wie Ostwind sind, mussten sie mit Haartönung gefärbt werden. Den Hauptteil der Rolle Ostwinds spielte James, das Seelenpferd der 25-Jährigen.
Unter Reitern ist der Name Dysli schon längst bekannt. Ihr Vater Jean Cloude war einer der besten Westernreiter weltweit. Und da ist es auch kein Wunder, dass auch Töchterchen Kenzie mit dem "besonderen Draht" zu Pferden aufwächst. Die Familie lebt im sonnigen Andalusien und überall grasen Pferde.

Ich wollte schon ganz früh den Hengst von meinem Vater reiten und das möglichst ohne dass er vorher draufgesessen hat."


So mit 12 Jahren fängt Kenzi an, noch mehr zu wollen. Sie möchte, dass ihr Pferd frei also ohne Leine oder Zügel bei ihr bleibt und ihren Aufforderungen nachkommen. Ihr Pferd war damals ihr bester Lehrmeister. Wenn es dem Hengst James nämlich gereicht hat, legte er die Ohren an sprang in die Luft machte einen Kick und raste davon. "Dann war ich total sauer, aber nicht auf das Pferd, sondern auf mich." Durch James lernte sie, geduldig zu werden. Und Pferde müssen Spaß haben an der Arbeit. Das übrigens musste auch die Ostwind-Filmcrew lernen. "Die Tricks funktionieren drei Mal, vielleicht auch ein fünftes Mal, dann aber ist Schluss. "

Der Film Ostwind ist natürlich "nur" ein Film und hat nur bedingt etwas mit der Wirklichkeit zu tun. Denn all das geht natürlich nicht so einfach und so schnell aber zumindest die Messge kommt gut rüber, meint Kenzie Dysli. Um mit einem Pferd zu arbeiten, braucht es nämlich Gefühl und keine Kraft. "Mann kann mit Pferden ganz anders ganz sanft umgehen und das ist es, was Ostwind auf so ganz wunderbare Weise rüberbringt."

Kenzies Leben wird weiter ganz eng mit Pferden verbunden sein und sie wird immer weiter dazulernen. Aber auch dem Film möchte sie treu bleiben. Sie hat jetzt schon so ein bisschen den Fuß in der Tür und möchte künftig noch mehr als Schauspierin arbeiten. Außerdem möchte sie die Welt kennenlernen. Dubai zum Beispiel.
Übrigens den Talk haben wir direkt im Freien auf der Ranch aufgezeichnet. Dass die Pferde drumherum immer zum richtigen Zeitpunkt gewiehert haben, war einfach magisch. Man könnte denken, ich hätte das reingeschnitten, hab ich aber nicht. Zum Schluss schnaubt dann auch noch eins der Pferde zufrieden ab, Leute das kann doch gar kein Zufall sein.

Fotos: Katrin Halle