Nach Dieselgipfel

Neue Software für Dieselautos

Diesel
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Autor: Maribel De La Flor | Datum: 03.08.2017
Mehr als fünf Millionen Dieselautos sollen mit einer neuen Software weniger Schadstoffe ausstoßen. Was bedeutet das für uns? Wir haben bei Dirk Steinmetz nachgefragt.

Wenn ich einen Diesel mit Schummel-Software habe, muss ich das Softwareupdate machen?

Nein - das müssen Sie im Prinzip nicht. Allerdings laut Kraftfahrtbundesamt verlieren die betroffenen Dieselautos die Betriebserlaubnis, wenn sie nicht nachgerüstet werden. Das Problem ist jedoch - VW gibt keine Garantie, dass das Auto danach noch genauso wie vorher fährt.

Dieses Dieselfahrzeug hat doch einen Mangel - kann ich da nicht klagen?

Es stellt sich die Frage, ob durch den Mangel ein Schaden entstanden ist. Was wollen Sie als Kunde erreichen? Wollen Sie das Auto zurückbringen oder wollen Sie Schadensersatz? Momentan laufen viele verschiedene Klagen. Bislang haben jedoch die Gerichte die meisten Klagen abgewiesen.

Aber es ist doch keine Lösung einfach nur auf Urteile zu warten?

Nur bis Ende dieses Jahres will VW darauf verzichten, sich auf Verjährung zu berufen. Und es könnte sein, dass Sie dann mit Ihrer Klage nicht mehr durchdringen, da Ihr Anspruch verjährt ist.

Sollte ich als Kunde klagen?

Ja, Sie können klagen. Sie können sich aber zum anderen auch an einen Rechtsdienstleister wenden. Dieser sorgt dafür, dass Sie mit vielen anderen Klägern gemeinsam auf die Autohersteller Druck machen können, um Schadensersatz zu bekommen. Mit diesen können Sie dann gemeinsam klagen. Damit laufen Sie nicht in Gefahr, einen ganzen Prozess zu verlieren. Allerdings ist bisher nicht bekannt, ob damit etwas erreicht werden kann.