Unterfranken: Gurken-Video mit Rekordklickzahlen

Gurkenbauer vs. Verpackung

Bio-Gurken in Plastikverpackung? Foto: Pixabay
Bio-Gurken in Plastikverpackung? Foto: Pixabay
Autor: Lisa Schirmer | Datum: 12.06.2017
Ein Gurkenbauer aus Segnitz in Unterfranken hat mit seiner Gurken-Aktion einen viralen Hit gelandet. Ganz Deutschland diskutiert über den Bio-Gurken-Wahnsinn.

1 € für 1 Kilo Gurken!

Gurkenbauer Franz Hagn aus dem unterfränkischen Segnitz verkauft seit 14 Jahren seine Bio-Mini-Gurken an Großhändler. Dieses Jahr vor Erntebeginn dann die erschütternde Nachricht: Die großen Verkäufer nehmen seine Gurken nicht mehr ab, da die Plastik-Verpackung fehlt. Bio-Gurken in Plastik - wie ist das ökologisch vertretbar? Für Bauer Franz Hagn überhaupt nicht. Da er nicht seine komplette Ernte kurz und klein machen möchte, wendet er sich jetzt über Facebook an alle Gurken-Liebhaber. Er verkauft heute seine Gurken für 10 € für 10 Kilo.

2,6 Millionen Videoaufrufe - Bauer Franz kann es selbst nicht fassen

Adresse:

Gartenanbau Hagn
Im Flustand 7
97340 Segnitz, Unterfranken

Warum Bio-Produkte in Plastik?

Es klingt kontrovers, dass Bio-Produkte in Plastik eingeschweißt werden müssen. Und das, obwohl man weiß, wie schlecht der Kunststoff für die Umwelt ist. Schuld sei zum einen unser Konsumverhalten, das Verlangen nach nicht-saisonalem Obst und Gemüse. Um die Produkte vor dem Transport zu schützen und die Frische zu garantieren, wird zur Plastikverpackung gegriffen. Zum anderen muss nach EU-Richtlinien jedes Bio-Produkt als solches klar gekennzeichnet werden und vom Konsumenten schnell von nicht biologisch angebauten Produkten unterschieden werden können. Sprich das Bio-Zeichen muss auf die Plastikhülle, damit es als Bio-Gurke erkennt. Alternativen wie Aufkleber oder Banderolen haben sich bei Gurken nicht durchgesetzt.

Hier können Sie überprüfen, ob es sich um ein biologisch geprüftes Produkt handelt: www.oekolandbau.de