Dresdner rettet Archiv der DDR-Kinderzeitschrift

Frösi jetzt im Museum

Frösi-Magazine gibt es immer noch auf Ebay. Foto: Screenshot Ebay Angebote
Frösi-Magazine gibt es immer noch auf Ebay. Foto: Screenshot Ebay Angebote
Autor: Franziska Fritsch | Datum: 13.07.2017
Frösi - Fröhlich sein und singen - wahrscheinlich die Kinder-Kult-Zeitung der DDR. Im Stadtmuseum Großenhain (Sachsen) erlebt sie ihre Auferstehung.

Über 20 Jahre lag das Zeitschriftenarchiv von "Frösi" in einem Berliner Plattenbau, bis Guido Weißhahn darauf gestoßen ist. Der ehemalige Vize-Chefredakteur hat das Archiv wohl einfach nach der Abwicklung der Zeitschrift 1991 mit nach Hause genommen. Jetzt kommen die Magazine und ihre kultigen Beilagen zu neuem Ruhm. Damit werden bei einigen auch Kindheitserinnerungen wieder aufflammen. Eine Ausstellung im Stadtmuseum Großenhain (Sachsen) widmet sich der Zeitschrift. Es gibt nicht nur die Frösi-Ausgaben selbst zu sehen, auch die Originalzeichnungen von Werner Klemke oder den Schriftverkehr mit berühmten DDR-Schriftstellern, die für das Pioniermagazin geschrieben haben. 

Über "Frösi"

Frösi war eine Kinderzeitschrift in der DDR. Sie kam 1953 auf den Markt und war das Magazin für Schüler der Pionierorganisation Ernst Thälmann aus dem Verlag Junge Welt. Ab 1956 erschien die Zeitschrift monatlich und hatte zwischen 32 und 40 Seiten. Außerdem gab es oft Beilagen wie: 3D-Brillen, Blumensamen, Adventskalender oder Bastelbögen. Das Ganze für einen Preis von 70 DDR-Pfennig pro Ausgabe. In den Comics ging es zum Beispiel um Astronomie, Natur oder Umwelt. Sie sollten zur Gesundheitsaufklärung beitragen. 1990 wurde die Zeitschrift in "tandem" umbenannt. Im März 1991 wurde sie dann eingestellt. Eine versuchte Neuauflage 2005 floppte.

Immer noch gibt es zahlreiche Frösi-Sammler, die ihre Zeitschriften bei Ebay anbieten.