Blitz-Anhänger steht über längere Zeit an einem Ort

Erfurt testet neuen Blitzer

Geschwindigkeitsmessung mit der Semistation TraffiStar S350. Foto: Jenoptik AG
Geschwindigkeitsmessung mit der Semistation TraffiStar S350. Foto: Jenoptik AG
Autor: Franziska Fritsch | Datum: 10.07.2017
Die 8-wöchige Testphase für eine neue Art von Blitzer beginnt am Dienstag in Erfurt. Dieser Blitzer kommt ganz ohne Personal vor Ort aus.

Er steht wie ein fester Blitzer an einem Ort ohne, dass er von Personal überwacht wird. Der Unterschied zu den festen Blitzersäulen - diese Blitzstation ist auf einem Anhänger befestigt und somit kann der Standort verändert werden. Das neue Gerät, was in Erfurt jetzt 8 Wochen getestet wird, heißt "TraffiStar" und kommt aus Jena von der Firma Jenoptik. 

Wie funktioniert das Ganze?

Das Messgerät wird per Anhänger an den Einsatzort gebracht, dort einige Tage geparkt und kann so rund um die Uhr vollautomatisch blitzen. Ganz ohne Personal, das den Blitzer überwacht, wie bei anderen mobilen Blitzern. Laut der Stadt Erfurt soll der Blitzer so lang an einem Einsatzort stehen, bis eine deutliche Verkehrsberuhigung eingetreten ist. Dann wird er an einer anderen Stelle aufgebaut.

An welchen Standorten soll der neue semistationäre Blitzer eingesetzt werden?

Laut der Stadt sollen vor allem Straßen rund um Kitas, Schulen und Altenheime ausgewählt werden. Aber auch Gefahrenpunkte sollen mit TraffiStar überwacht werden. Neben der Verkehrssicherheit spielt für die Stadt Erfurt auch der positive Einfluss auf Umweltbelastungen wie Feinstaub und Stickoxide eine Rolle.

Wie ist das Gerät aufgebaut?

Der TraffiStar besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen. Oben ist das Messsystem eingebaut, unten befinden sich die Akkus, die Zubehörkomponenten und die Anhängertechnik. Zum Schutz ist die Anhängerdeichsel einklappbar und mit einem Schloss gesichert. Außerdem ist die Station mit einer Feuerlöschanlage, Schlag- und GPS-Bewegungsmeldern und einem Mobilfunkmodem ausgestattet.