Studie: Zahl der Pendler auf neuem Rekordniveau

Pendeln macht unglücklich

Mehr Pendler und längere Wege. © pixabay
Mehr Pendler und längere Wege. © pixabay
Autor: Lisa Schirmer | Datum: 03.04.2017
Arbeitsweg wird immer länger - das belastet die Psyche und Gesundheit.

60 Prozent aller Arbeitnehmer in Deutschland sind 2016 zum Job in eine andere Gemeinde gefahren - das ist ein neuer Rekordwert! Im Jahr 2000 waren es erst 53 Prozent. Mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer pendeln also und das, obwohl Pendeln unglücklich macht. Das ist das Ergebnis einer Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Bonn. 

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie 

  • Der Weg zum Arbeitsplatz ist länger geworden: von durchschnittlich 14,6 Kilometern im Jahr 2000 auf 16,8 Kilometer im Jahr 2015. Für einen "guten" Job nehmen wir längere Distanzen in Kauf und sind nur über das Wochenende zu Hause.
  • Auch die Zahl der Fernpendler mit einem einfachen Arbeitsweg von mehr als 150 Kilometern ist seit der Jahrtausendwende gestiegen – von 1 Million auf 1,3 Millionen.
  • Dazu kommt der Trend: Wohnen auf dem Land - Arbeiten in der Stadt oder Ballungsräumen. 
  • Pendler sind besonders stark vom Burn-out gefährdet. Wer viel fährt - hat weniger Zeit sich zu erholen.

Mehr Infos zur Studie hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).
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Pendeln macht krank - Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung 
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