Thüringer Team beim härtesten Radrennen der Welt

Natürlich hat es ständig weh getan!

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Autor: Elke Schröder | Datum: 06.11.2017
5.000 Kilometer auf dem Rad! Eine unglaubliche Leistung - zwei Ostthüringer haben es geschafft! Wir stellen euch Nicole Bauer und Sven Ole Müller vor.

Mit einem umwerfenden Strahlen kommen die beiden ins Studio. Sie wollen heute ihre Geschichte erzählen. Dass man Unmenschliches schaffen kann, wenn man an sich glaubt und ein passendes Team um sich hat. Nicole und Sven Ole sind sportlich keine Frage. Er hat als Kind und Jugendlicher Leistungssport betrieben, erst als Leichtathlet später als Radsportler. Nicole läuft wie ein Uhrwerk und hat schon mehrfach Marathons absolviert, an Ausdauer mangelt es ihr also nicht. Aber auf dem Rennrad hatte sie bis dahin nicht gesessen.

Nicole - ein Greenhorn auf dem Rad

"Das schaffst du nie", den Spruch hat Nicole sehr oft gehört. Aber das hat ihren Ehrgzeiz nur noch weiter angestachelt. Die beiden lernen sich über die Arbeit kennen und merken schnell, dass sie auf einer Wellenlänge liegen. Mit Nicole kann Sven Ole sich vorstellen, das härteste Radrennen der Welt - das Race Arcoss America - nicht zur zu schaffen, sondern auch zu gewinnen. "Ich wusste das einfach", erzählt er heute mit einem gewinnenden Lächeln im Gesicht.

Inzwischen sind die beiden ein Paar.

5.000 Kilometer - Wüsten, Tornados und Bärenangriffe

Und das ist das Unglaubliche daran. Das Race Across America sind Strapazen, die wir uns nicht vorstellen können. 5 Tausend Kilometer von der West- zur Ostküste der USA. Da gilt es 50 Tausend (!) Höhenmeter zu überwinden, Wüsten zu durchqueren, Tornados auszuweichen oder Bärenangriffe abzuwehren. Um sich zum Beispiel auf das Wüstenklima vorzubereiten, trainieren Nicole und Sven Ole zusammen mit ihren beiden Team-Partnern Lars Schlutter und Robby Wilke in Altenburg in der Sauna. Sie stellen ihr Rennrad auf die Rolle und strampeln eine Stunde lang bei 80 Grad. Das war einer der Schlüssel zum Erfolg. In Arizona erleben die vier Radler ihre härtesten Momente auf dem Rad. Bei 48 Grad Celsius. Die Sonne brutzelt von oben von unten heizt der schwarze Asphalt das Ganze noch mehr auf. "Das Blut kochte mir in den Adern und ich merkte wie sich mir die Haare aufstellten...", erinnert sich Nicole. Kurz darauf musste sie den Arm heben und ein anderer aus dem Team stieg für sie aufs Rad. Das hat einfach so funktioniert ohne große Worte.

" Ohne Team kein Erfolg!"

Bei diesem Rennen startet schon nicht das Fallobst, so Sven - hier sind die Besten der Besten auf der Strecke.

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15-Mann-starkes Team für das Nonstop-Rennen. Wer auf der Strecke ist, ist der Racer. Schlafen? Anderthalb Stunden am Tag war schon viel.

Mit mehr als fünf Stunden (!) Vorsprung ist das Thüringer Team dann auch tatsächlich als erstes Mix-Team über die Ziellinie gefahren. Ein unglaublicher Erfolg. Zumal die anderen Teams keine No-Names waren. Die US-Mannschaft zum Beispiel wurde von einem namhaften amerikanischen Radhersteller gesponsert und bestand aus überaus erfolgreichen Athleten. Die vier Thüringer und ihr Team hatten ihr Ziel erreicht.

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 „Wir haben es tatsächlich geschafft"

 „Wir haben es tatsächlich geschafft", sagt Sven Ole Müller stolz.  Nach 6 Tagen, 17 Stunden und 56 Minuten ist das Ziel erreicht. Doch nicht nur das Radrennen selbst, sondern das Erlebte wird  unvergessen bleiben. "Unsere Mission ist es, Jugendträume zu erfüllen und ungeahnte Potenziale zu wecken, seien es die unserer Kinder, Teammitglieder, Unterstützer oder Sponsoren. We win!!"

 

 

"Es passiert im Kopf"

Heute geben Nicole und Sven Ole ihre Erfahrungen weiter. In Firmen oder Vereinen. "Es kommt auf das Team an und darauf, dass jeder sein Potential entfalten kann", sagt Sven Ole Müller überzeugt. "Wir sind der lebende Beweis, dass es geht", ergänzt Nicole Bauer.

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