Stiftung Warentest warnt vor zwei Modellen

Gefährliche Kindersitze

Bei einem simulierten Frontalcrash schnitten der Jané Grand (links, kostet rund 220 Euro)und der Recaro Optia mit Smart­Click Base (rechts, rund 330 Euro) schlecht ab.
Bei einem simulierten Frontalcrash schnitten der Jané Grand (links, kostet rund 220 Euro)und der Recaro Optia mit Smart­Click Base (rechts, rund 330 Euro) schlecht ab.
Autor: Elke Schröder | Datum: 17.07.2017
Kindersitz Recaro Optia in Verbindung mit der Recaro SmartClick Base und Grand-Sitz von Jané fallen durch.

Bei einem Crashtest von Stiftung Warentest und ADAC sind zwei Kindersitze durchgefallen: Die Modelle lösten sich bei der Simulation eines Frontalunfalls. Ein Hersteller reagierte bereits mit einem Auslieferungsstopp.

Die Stiftung Warentest und der ADAC warnen vor den Kindersitzen Recaro Optia in Verbindung mit der Recaro SmartClick Base und vor dem Grand-Sitz von Jané. Bei den von den Verbraucherschutzorganisationen durchgeführten Tests lösten sie sich beim Frontalcrash. Somit besteht ein hohes Sicherheitsrisiko. Beim Crash löste sich beim Recaro die Sitzschale von der Isofix-Station und flog in hohem Bogen durch das Prüflabor. Im realen Unfallgeschehen könnten sich Kind und Mitfahrer schwer verletzen. Der Grand-Sitz von Jané kann für Kinder bis 18 Kilogramm mit Isofix eingebaut werden. Die Isofix-Verbindung hielt den enormen Kräften beim Frontalcrash aber nicht stand und löste sich ebenfalls.

Verbraucher-Tipp

Die Stiftung Warentest und der ADAC raten vom Kauf dieser Modelle ab. Wer bereits einen dieser Autokindersitze gekauft hat, solle sich an den Anbieter wenden.

Weitere Informationen finden Sie

www.test.de/warnung-autokindersitz

Und gute Kindersitze sind in der Datenbank unter

www.test.de/kindersitze

Die spanische Firma JANE ist seit der Fusion mit der deutschen Firma CONCORD 2005 in Deutschland bekannt. Die spanischen Kindersitze und Kinderwagen werden in Deutschland vertrieben.