Gefährliches Geschenk, mit dem man sich strafbar machen kann

Hoverboard - keine gute Idee zu Weihnachten!

Hoverboard, Foto: wikipedia.org CC BY 2.0/ NBC News
Hoverboard, Foto: wikipedia.org CC BY 2.0/ NBC News
Bei meiner Tochter wird kein Hoverboard unter dem Weihnachtsbaum liegen. Hier erfahren Sie warum.

Meine Tochter wünscht sich ein Hoverboard zu Weihnachten, aber sie wird es nicht bekommen, denn es ist kreuzgefährlich und im schlimmsten Fall bekommt man es dann auch noch mit der Staatsanwaltschaft zu tun. Ich habe mit Johannes Boos, Experte vom ADAC, gesprochen.

Was ist das Problem mit den Hoverboards?

"Mit den Boards darf man weder im Straßenverkehr noch auf Geh- oder Radwegen unterwegs sein, denn Sie fliegen nicht wie im Kultfim "Zurück in die Zukunft", sondern fahren. Was dann übrig bleibt, ist der sogenannte abgegrenzte nicht öffentliche Verkehr, das heißt Privatgelände. Und das müsste ganz offiziell sogar abgesperrt sein. Der öffentlich zugängige Supermarktparkplatz wäre auch tabu."

Was passiert, wenn man doch mit einem Hoverboard erwischt wird?

"Wenn Sie mit dem Hoverboard auf öffentlichen Straßen oder auch dem Radweg unterwegs sind, ist das entweder eine Ordnungswidrigkeit oder eine Straftat. Das heißt, da würde die Staatsanwaltschaft ermitteln. Zum Beispiel wegen Fahrens ohne Führerschein oder ohne Versicherungsschutz. Denn die Hoverboards sind motorisiert und gelten rechtlich als Kraftfahrzeuge. Sie bekommen aber keine Zulassung, weil Lenker und Bremsen fehlen."

Was passiert, wenn etwas passiert?

"Dann zahlen Sie den Schaden privat, denn von den privaten Haftpflichtversicherungen wird das Fahren mit einem Hoverbord in der Regel nicht abgesichert."

Also bei mir gibt es kein Hoverboard als Weihnachtsgeschenk. Abgesehen davon, dass sie mit ab 250€ Anschaffungskosten schon ordentlich ins Gewicht fallen, kann es auch im Nachhinein noch teuer werden.

Liebe Grüße
Jens May

Alle Informationen zum Hoverboard beim ADAC