26 Fakten zum beliebten Hopfengetränk

Das große Bier-ABC

Das große Bier-ABC, Foto: pixabay
Das große Bier-ABC, Foto: pixabay
Von Alkoholfrei über Nachtrunk bis hin zum Bier-Yoga: Das Bier-Lexikon.

A

wie alkoholfrei

Alkoholfreies Bier kann niemals 100%ig alkoholfrei sein, sondern lediglich alkoholreduziert. Man darf laut Gesetzt sein Bier aber alkoholfrei nennen, wenn der Alkoholgehalt des Getränkes unter 0,5 % liegt. In Deutschland enthält es im Durchschnitt 0,35 % Alkohol.

B

wie Bockbier

Bockbier ist ein Starkbier und wird traditionell nur zu bestimmter Zeit gebraut: Immer rechtzeitig zur Fastenzeit vor Ostern und im Advent vor Weihnachten. Um sich Starkbier nennen zu können, muss der Stammwürzegehalt bei mehr als 16 % liegen.

C

wie Craft-Bier

Craft ist das englische Wort für Handwerk oder Handarbeit. Als Craft Bier bezeichnet man Biere, die mit viel Leidenschaft, Zeit und unter besonderen Qualitätsmaßstäben gebraut werden. Sie kommen meist von kleineren Brauereien oder Hobbybrauern.

D

wie Deckel

Der Bierdeckel aus Papp war früher eigentlich ein Bierfilz. Im 19. Jahrhundert legte man den Filz auf den Krug, damit keine Viecher ins Bier kamen. Daraus entwickelte sich der Bierdeckel, der 1892 in Dresden erfunden wurde.

E

wie Einmaischen

Das Einmaischen ist einer der ersten Schritte beim Bierbrauen. Beim Einmaischen wird das Malzschrot in das Brauwasser ein-gerührt. Dabei werden die für den Brauvorgang wichtigen Stoffe aus dem Malz extrahiert (vor allem Stärke, Eiweiß, Mineralien und Enzyme).

F

wie Fastenzeit

In der Fastenzeit nimmt Bier eine wichtige Rolle ein. Wer eine strenge Speiseordnung einhalten muss, muss sich etwas anderes Nahrhaftes suchen. Die Mönche haben deswegen Bier gebraut.

G

wie Gunzenhausen

Gunzenhausen in Mittelfranken hat einst das stärkste Bier der Welt gebraut, den "Schorschbock". Der hat einen Alkoholgehalt von 57,5 Prozent. Mittlerweile wurde er überholt von "Snake Venom" (Schlangengift), einem Starkbier aus Schottland mit 67,5 Prozent Alkohol.

H

wie Hopfen

Der Hopfen gehört zu den Hanfgewächsen, genauso wie auch Cannabis. Diese beiden sind die wichtigsten Nutzpflanzen der Pflanzenfamilie.

I

wie Igel 

Igel werden besoffen. Der Grund sind Schneckenfallen - mit Bier gefüllte Schüsseln im Garten. Die Igel trinken oft so viel aus der Schüssel, dass die kleinen Tierchen ihren Rausch ausschlafen müssen und vor sich hinschnarchen. Problem dabei: Sie vergessen im Suff sich einzurollen und sind ohne ihren Stachelpanzer angereifbarer.

J

wie Jungbier

Als Jungbier bezeichnet man das Getränk nach der Hauptgärung. Es ist noch nicht geschmacklich ausgereift und der Brauer beginnt damit die Nachgärung.

K

wie Kalorien

Ein halber Liter Bier enthält durchschnittlich 210 kcal. Das ist weniger als die gleiche Menge Apfelsaft oder fettreduzierte Milch (je 250 kcal). Hier sei gesagt, die Menge macht's und natürlich regt Biertrinken den Appetit an.

L

wie Lupulin 

Lupulin ist der Wirkstoff im Hopfen, der uns high macht. Er wirkt beruhigend und entspannend. Deswegen macht Bier auch oft ganz schön müde. 

M

wie Mist 

Bei den ersten Bierbrauversuchen war Mist zum Bierbrauen zu verwenden gar nicht ungewöhnlich. Kuh- oder Pferdemist sollte ein gutes Aroma verleihen.

N

wie Nachtrunk 

Als Nachtrunk bezeichnet man beim Bier ähnlich wie beim Wein den Ausklang oder Abgang. Es ist der Aroma- und Geschmackseindruck nach dem Runterschlucken des Bieres. 

O

wie Obergärig 

Obergärig - ist eine der zwei Bierarten. Bei oberärigen Bieren sammelt sich die Hefe am Ende der Gärung an der Oberfläche. Beispiele sind Hefenweizen, Kölsch und Altbier, sowie die meisten englischen Biere. 

P

wie Pils oder Pilsener 

Das Pils hat seinen Namen von der tschechischen Stadt Pilsen. Gebraut wurde es allerdings schon beim ersten Sud von einem bayerischen Braumeister 

Q

wie Quellwasser 

Wasser ist von der Menge her die wichtigste Zutat im Bier. Die Härte des Wassers bestimmt im Wesentlichen den Geschmack des Bieres. Brauwasser muss höhere Anforderungen als Trinkwasser erfüllen. 

R

wie Reinheitsgebot 

Kommt es nun aus Bayern aus dem Jahre 1516? Oder doch aus Thüringen? Aber war es dann Weißensee 1434? Oder vielleicht doch Weimar 1348, wo festgelget wurde, dass Bier neben Wasser nur Hopfen und Malz beinhalten sollte? Na egal, Hauptsache, es schmeckt! 

S

wie Stammwürze

Die Stammwürze macht zwar mehr Alkohol möglich, ist aber nicht mit dem Alokoholgehalt zu verwechseln. Hier geht es um den Gehalt der unvergorenen Würze an löslichen Stoffen (Malzzucker, Eiweiß, Vitamine, Aromastoffe) in Gewichtsprozent.

T

wie Tschechien 

Tschechen sind weltweit die Trinkfreudigsten. Sie haben den höchsten Bierkonsum, erst danach folgen die Deutschen, die tranken knapp 40 Liter weniger pro Jahr, circa 106 Liter pro Kopf.

U

wie Untergärig 

Das ist eine der zwei Bierarten. Bei untergärigen Bieren setzt sich die Hefe nach dem Gärungsprozess auf den Boden des Gärtanks ab. Die klassischen Sorten hier sind Pils, Helles und Export. Sie sind länger haltbar als obergärige Biere. 

V

wie Vergangenheit 

In der Vergangenheit war Bierbrauen Frauensache. Es gehörte bei den Germanen zur Hausfrauen-Angelegenheit wie Kochen und Backen. Im Mittelalter gehörte der Braukessel sogar zur Mitgift.

W

wie weiblich 

Denn die weiblichen Hopfendolden sind es, die zum Brauen verwendet werden. In Anbaugebieten sind männliche Hopfenpflanzen unerwünscht. Die weiblichen Blüten dürfen nämlich nicht bestäubt werden, sonst sind Sie zum Brauen unbrauchbar. 

X

wie Xanthohumol 

Es ist der Stoff im Hopfen, der antioxidative Eigenschaften hat und deswegen dazu beiträgt unsere Körperzellen gesund zu halten. Der Stoff soll auch Krebszellenwachstum verhindern. 

Y

wie Yoga  

Bieryoga ist der neueste Trend. Damit sollen zwei Jahrhunderte alte und bewährte Traditionen, die Freude und Entspannung bringen, vereint werden. Zumindest ist das die Idee dahinter. 

Z

wie Zoiglstern

Der Zoiglstern wird auch als Brauerstern bezeichnet. Früher brauchte ihn jeder Brauer, um sein Braurecht zu symbolisieren. Er gleicht dem Davidstern und repräsentiert unter anderem die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde, Luft.