Checkliste für Sie online - So wechseln Sie Ihr Konto

Bank­wechsel leicht gemacht

Bank wechseln - leicht gemacht Foto pixabay
Bank wechseln - leicht gemacht Foto pixabay
Autor: Elke Schröder | Datum: 24.07.2017
Einen Wechsel des Giro­kontos sollten Sie über­legen, wenn Ihr aktuelles Giro­konto bisher mehr als 60 Euro im Jahr kostet, rät die Stiftung Warentest.

Sie ärgern sich über zu hohe Kontoführungsgebühren? Dann bleibt nur der Kontowechsel.

8-Schritte-Checkliste:

Schritt 1 – aktuellen Preis ermitteln

Ermitteln Sie, was Sie für Ihr Giro­konto derzeit tatsäch­lich bezahlen. Die Höhe der monatlichen Konto­führungs­gebühren steht auf dem Konto­auszug bei der vierteljähr­lichen Abrechnung. Ein Konto­wechsel ist ratsam, wenn Sie für Ihr Konto mehr als 60 Euro im Jahr (bzw. 15 Euro im Viertel­jahr) ausgeben.

Schritt 2 – andere Modelle ergründen

Fragen Sie zuerst bei Ihrer Bank nach, ob es ein Konto­modell gibt, das güns­tiger ist. Die Nutzung von Konto­auszugs­druckern, Geld­automaten und Selbst­bedienungs­terminals kann ebenfalls zur Ersparnis beitragen. Wechseln Sie die Bank nicht nur wegen einer Prämie oder eines kurz­fristigen Vorteils, aber immer dann, wenn Sie mit der Bank dauer­haft unzufrieden sind.

Schritt 3 – eigenen Bedarf erkennen

Werden Sie sich klar darüber, was Sie von der neuen Bank erwarten. Persönliche Beratung bekommen Sie in der Regel bei einer Filial­bank, Erreich­barkeit rund um die Uhr bieten meist die Direkt­banken. Achten Sie darauf, dass Sie jeder­zeit einfach und vor allem kostenlos an Bargeld kommen. Wenn Sie einen Dispokredit benötigen, erkundigen Sie sich vorher nach der Zins­höhe. Wirt­schaftlicher als der Dispo ist ein klassisches Darlehen. Die besten Angebote von Raten­krediten finden Sie im ständig aktualisierten Vergleich Ratenkredite.

Schritt 4 – Bedingungen checken

Wenn Sie sich für eine Bank entschieden haben, prüfen Sie vor dem Ausfüllen des Konto­eröff­nungs­antrags, ob das Giro­konto an Bedingungen geknüpft ist, wie eine Höhe des Geld­eingangs, Online-Konto­führung, Kauf eines Genossen­schafts­anteils oder Geld­anlage bei derselben Bank. Können Sie diese problemlos erfüllen? Wenn Sie sofort einen Dispokredit benötigen, fragen Sie bei der neuen Bank nach, wie schnell Sie diesen bekommen können. Halten Sie dafür Ihre letzten drei Gehalts­bescheinigungen bereit.

Schritt 5 – Wechsel­service der Bank nutzen

Wenn Sie bei der neuen Bank das Konto eröffnet haben, fragen Sie dort nach dem Konto­wechsel­service. Entweder Sie füllen ein Formular aus, mit dem Sie die neue Bank ermächtigen, alle für den Wechsel nötigen Daten bei der alten Bank anzu­fordern, oder Sie wählen den digitalen Konto­wechsel­service. In beiden Fällen bekommen Sie eine Über­sicht aller Buchungen der letzten 13 Monate, sortiert nach Last­schriften, Dauer­aufträgen und Geld­eingängen.

Schritt 6 – Zahlungs­empfänger auswählen

Anhand der Liste können Sie einzeln auswählen, welche Zahlungs­partner von der neuen Konto­verbindung informiert werden sollen. Das über­nimmt die neue Bank per Brief – also etwa an den Arbeit­geber, den Strom­versorger oder den Kredit­geber. Dauer­aufträge müssen Sie bei der alten Bank löschen und bei der neuen Bank wieder einrichten.

Schritt 7 – Konto­wechsel kontrollieren

Drucken Sie die Anschreiben an die Zahlungs­partner aus. Sie können dann kontrollieren, wer Ihnen den Erhalt der neuen Konto­verbindung schon bestätigt hat. Manchmal müssen Sie noch ein wenig nach­arbeiten.

Schritt 8 – altes Konto kündigen

Lassen Sie das alte Giro­konto noch so lange mit etwas Guthaben bestehen, bis Ihnen alle Zahlungs­partner die neue Konto­verbindung bestätigt haben und Sie wissen, dass alle Buchungen über­tragen sind. Dann können Sie das alte Giro­konto ohne Frist und kostenlos kündigen und das Rest­guthaben auf das neue Konto über­tragen lassen.

Wichtig: Vergessen Sie nicht, den Konto­wechsel dem Arbeit­geber, Vermieter, Strom­versorger und dem Tele­kommunikations­anbieter mitzuteilen.

Rechtslage:

Seit vergangenen Herbst müssen die alte und die neue Bank für den Konto­wechsel zusammen­arbeiten. Die bisherige Bank muss eine Über­sicht aller Buchungen der letzten 13 Monate liefern, die künftige Bank soll alle Zahlungs­partner von der neuen Konto­verbindung schriftlich unter­richten. Beide Banken haften für Schäden, die aus einem fehl­geschlagenen Konto­wechsel entstehen. Inner­halb von zwölf Geschäfts­tagen soll der Konto­wechsel erledigt sein.

Quelle Stiftung Warentest vom 20.06.2017 Stiftung Warentest