Gera verbannt Alkohol von zentralem Platz in der Innenstadt

Alkoholverbot

Alkohlverbotszonen Foto adobe stock von satori
Alkohlverbotszonen Foto adobe stock von satori
Autor: Elke Schröder | Datum: 13.07.2017
Auch in Erfurt, Suhl und Nordhausen gibt es schon solche Verbote. Ihre Meining bitte.

Jeder Stadt und auch manche Dörfer haben ihre "Treffpunkte". Dort hängen Menschen ab, trinken, belagern Bänke und je nach Alkoholpegel steigt auch der Lärmpegel. Manche diese Orte werden auch zu Brennpunkten - die Zahl der Straftaten steigt - Anwohner und Passanten fühlen sich nicht mehr sicher.

Gera erlässt die ALKOHLVERBOTSZONE

Gera regagiert jetzt - und führt eine Alkoholverbotszone sein. Das Verbot gilt am Bus- und Straßenbahnknotenpunkt Heinrichstraße. Hier soll es vermehrt Straftaten unter Alkoholeinfuss gegeben haben, sagte Oberbürgermeisterin Viola Hahn (parteilos). Das Verbot gelte ab Samstag (15. Juli).

5.000 Euro Strafe sind möglich

Verstöße können mit Platzverweisen oder Bußgeldern von bis zu 5.000 Euro bestraft werden. Zwar gebe es schon eine Vorschrift in der Stadtordnung, die das "dauerhafte Verweilen" zum Alkoholkonsum untersage. In der Praxis sei dies bisher aber schwer durchzusetzen gewesen. Mit der strikten Alkoholverbotszone erhielten die Ordnungshüter nun eine bessere Handhabe, hieß es.

Bildunterschrift: Dr. Viola Hahn und Christian Klein mit einem der Schilder, die die Alkoholverbotszone in der Geraer Heinrichstraße markieren.  (Foto: Stadtverwaltung Gera/Uwe Müller)

Dr. Viola Hahn und Christian Klein mit einem der Schilder, die die Alkoholverbotszone in der Geraer Heinrichstraße markieren. (Foto: Stadtverwaltung Gera/Uwe Müller)

Nur ein Gera-Problem?

Nein. Erfurt, Suhl und Nordhausen haben ebenfalls schon an bestimmten öffentlichen Plätzen das Trinken untersagt. Vor allem vor Kindergärten und Schulen, denn das ist rechtlich einfach und schnell durchzusetzen. "Ich gebe zu, das ist schon fremdschämen", sagt uns eine Frau aus Weimar bei einer ANTENNE THÜRINGEN Umfrage auf dem Theaterplatz. "Auf der einen Seite Goethe und Schiller - auf der anderen Betrunkene auf Parkbänken".

Dürfen Städte das "Biertrinken" auf Plätzen einfach untersagen?

Ja. Grundlage ist das Thüringer Ordnungsbehördengesetz. Gründe für ein Verbot:

  • Zum Zwecke des Kinder- und Jugendschutzes sowie des allgemeinen Gesundheitsschutzes.
  • Wenn alkoholbedingte Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten in diesen Bereichen deutlich höher liegen, als in anderen Stadtbereichen.

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